Tansania

Pictures are multilingual! To see my nice pictures please scroll down.They are always shown below the various german Blogtexts (Summer 2014, January 2014 ...). More pictures you will find here and here. I hope you enjoy!

Aus meinem ursprünglich als einmaliges "Abenteuer" geplanten Projekt Schule in Tansania erleben ist eine dauerhafte Beziehung geworden. Warum? Die Antwort geben meine Bilder und Filme, z.B. der Film https://www.youtube.com/watch?v=3oC53QsHjRQ und meine Blogs: Ich habe mich schlicht und einfach in die wunderschöne Natur, die unglaublichen Landschaften, die sehr herzlichen Menschen und ihre trotz schwieriger Lebensumstände riesengroße Lebensfreude der Menschen verliebt.

 

Die Eindrücke meiner verschiedenen Reisen sind weiter unten auf dieser Seite in den jeweiligen Moshi-Blogs beschrieben und bebildert. Den aktuellsten Bericht findet man immer auf der Seite Tansania aktuell

 

Weiteres Bildmaterial, zusammengestellt von allen Reisen, gibt es auf der Tansania Bilder und Filme -Seite. Ich wünsche allen Besuchern viel Vergnügen beim Lesen und Bilder betrachten! Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: Kontakt .


 LINKTIPPS:

Da es in den Blogs oft auch um Schule geht: Kurzorientierung zur Schulbildung in Tansania

  • Siebenjährige Grundschule (Standard I bis VII)
  • Vierjährige Secondary School (Form I bis Form IV) --> Mittlerer Abschluss
  • Zweijähriger Advanced Level (Form V bis VI) --> Hochschulzulassung / Abi

 

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Moshi-Blogs

Der aktuellste Bericht ist auf der Seite Tansania aktuell zu finden.

 

Moshi-Blog Juli 2017 (9. Reise)

Die vier Wochen meiner Tansaniareise verflogen nur so. Ich war diesmal tatsächlich nur bei der An- und Abreise außerhalb von Moshi und Kishumundu !! Was ich diesmal erlebt und beobachtet habe, liest und sieht man hier:

Kommentare: 21 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    M. Bauer (Donnerstag, 15 Juni 2017 08:20)

    Liebe Leser/-innen
    In zweieinhalb Wochen beginnen die von Schülern und Lehrern gleichermaßen heiß herbeigesehnten Sommerferien. Schon zu Beginn der ersten Ferienwoche folge ich meiner Sehnsucht und besuche zum insgesamt neunten Mal meine Freunde und unsere Partnerschulen in Kishumundu und Moshi. Ich freue schon unglaublich auf das Wiedersehen. Wie in der Vergangenheit gibt es hier wieder aktuelle, zeitnahe Berichte von meinen Beobachtungen, Begegnungen und Erlebnissen während meines Aufenthaltes. KARIBU SANA - HERZLICH WILLKOMMEN !!

  • #2

    M. Bauer (Dienstag, 04 Juli 2017 12:54)

    Ich bin heute morgen sehr frueh in Tansania gelandet und von einer kleinen Delegation abgeholt worden. Die Visa-Erteilung am Flughafen verlief schleppend und der Zoll hatte sich wieder sehr fuer mein Gepaeck interessiert - stehe ich seit Januar 2017 (siehe entsprechenden Blog) vielleicht auf einer schwarzen Liste? Reklamiert haben sie allerdings nichts, denn ich hatte so etwas erwartet und auf grosse Geschenke verzichtet. Die Schule hat in dieser Woche begonnen. Ich habe natuerlich viele Schueler und Lehrer wieder gesehen. Fuer alle ungewohnt war die neue Rollenverteilung, denn die Schule hat einen neuen Headmaster (Schulleiter): Frederick SHAYO. Um einen reibungslosen Generationswechsel zu ermoeglichen ist James Kiwara nach 31 Jahren von dieser Position zurueckgetreten. Er ist weiterhin Lehrer an der Scule und zudem Projektleiter fuer Schulentwicklung. Das Wetter ist recht kuehl und sehr wolkig. Es hat sogar ein wenig geregnet. Weitere Neuigkeiten zu einem spaeteren Zeitpunkt.

  • #3

    M. Bauer (Donnerstag, 06 Juli 2017 06:45)

    Jetzt bin ich richtig angekommen: ich habe tansanische Schilling in der Tasche, eine tansanische Telefonnummer (SIM-Karte) mit Internetzugang im Handy, sage automatisch Asante zum Bedanken, war in Moshi zum Einkaufen und habe die ersten Fotos gemacht, s. unten.
    Die zweite Haelfte des Schuljahres hat diese Woche begonnen und die Schueler und Lehrer gewoehnen sich wieder an das Schulleben. Ich habe mich ebenfalls wieder eingewoehnt und nach Veraenderungen auf dem Gelaende Ausschau gehalten. Mir ist dabei z.B. aufgefallen, dass der Schulgarten ein neues Produkt produziert: Auberginen, die ich auch prompt im leckeren Mittagessen wiedergefunden habe. Groesste bauliche Veraenderung ist die Einrichtung einer Erste Hilfe Station in einem bereits existierenden Gebaeude. Das Projekt wird mit Spendengeldern von Helfen macht Schule e.V. ( siehe http://helfen-macht-schule.jimdo.com ) finanziert.

  • #4

    M. Bauer (Samstag, 08 Juli 2017 06:05)

    In Tansania war der Freitag ein Feiertag. Ich verbringe das verlaengerte Wochenende im Haus einer Freundin mit Blick auf den Kilimandscharo. Aber der zeigte sich fast die ganze Zeit wolkenverhangen ! Vor dem Abzug ins Wochenende musste sie aber noch einige Arbeiten erledigen, so dass mir noch Zeit fuer einen Gang ueber das Schulgelaende blieb. Die Schueler ernteten gerade Mais von einer schuleigenen Anbauflaeche und befreiten die Koerner von Verunreinigungen. Die Pflanzenreste werden als Kuhfutter verwertet. Abends erfreute uns Joseph Minde, der Koch und LKW-Fahrer der Schule nach dem Besuch der ferner gelegenen Maisfelder der Schule auf dem Rueckweg mit einem Besuch und seiner Gesellschaft beim Abendessen. Es wurde natuerlich viel ueber Neuigkeiten und alte gemeinsame Erlebnisse gesprochen und gelacht.

  • #5

    M. Bauer (Montag, 10 Juli 2017 16:15)

    Ich bin zurueck an der Schule. Hier werden gerade die monatlichen Tests der Schueler vorbereitet, die ab morgen in allen Faechern !! geschrieben werden. Meine Schueler waeren bestimmt hochgradig begeistert, wenn sie einmal monatlich einen Test in allen Faechern schreiben wuerden - OK, kein wirklich guter Witz ! Wenn ich darueber nachdenkt: Ich als Lehrer waere auch nur bedingt begeistert ueber die vielen Korrekturen, die dann zu machen waeren.

  • #6

    M. Bauer (Dienstag, 11 Juli 2017 20:07)

    Heute hat ein aelterer Lehrer im Gespraech mir bislang unbekannte Details zur Entwicklung der Schule erwaehnt. Danach habe ich mit Hr. Kiwara ueber dieses Gespraech gesprochen und er lies fuer mich Bilderalben aus der Anfangszeit der Schule holen. Beim anschauen der fuer mich eindruckvollen und bislang unbekannten Bilder ist spontan ein Plan entstanden: ich erstelle einen Vergleich der Schule von heute mit dem Zustand zu Beginn. Das Ergebnis koennen Sie auf der Homepage der Schule sehen: http://kishumundu.jimdo.com/history-of-the-school Viel Vergnuegen !!

  • #7

    Angelika (Mittwoch, 12 Juli 2017 13:22)

    Hi Michi, einen lieben Gruss aus Berlin. Das mit den Auberginen ist ja interessant: die habe ich vor Jahren auch schon in meinem Garten geerntet. Der Grund war die wunderschoene lila Bluete, aus der dann die dicke Frucht wuchs. Allerdings musste ich alle Register ziehen, um die Pflanze vor den gierigen Schnecken zu schuetzen. Gibt es die gemeine Nacktschnecke auch dort? Die Loecher in den Blaettern deuten darauf hin. Wenn ja, was tun sie dagegen?
    Wuensche Dir noch eine schoene Zeit. Angelika

  • #8

    M. Bauer (Donnerstag, 13 Juli 2017 09:07)

    Liebe Angelika. Ich freue mich, dass Du so eine ueber die Jahre so treue Besucherin meines Blogs bist! Schnecken sind hier offenbar keine grosse Sache. Dies koennte am zumeist sehr heissen und trockenen Klima liegen. Dafuer sind Insekten und vor allem die gefraessigen Termiten ein wirklich grosses Problem. In manchen Gebaueden mussten Tuerrahmen aus Holz schon zweimal ausgetauscht werden, weil sich wiederholt Termiten eingenestet hatten. Sie fressen innen alles weg und lassen nur ein duennes Aussenwaendchen uebrig. Gibt es eine Kraftwirkung darauf, z.B. indem sich jemand dagegen lehnt, dann faellt das ganze Ding auseinander und der Schaden wird sichtbar - natuerlich viel zu spaet, um den Schaden noch abzuwenden!

    Insgesamt geniesse ich die mir zur Verfuegung stehende Zeit und vor allem die Gesellschaft meiner afrikanischen Freunde. Das Wetter ist recht kuehl fuer Tansania und weitgehend trocken.

  • #9

    Angelika (Freitag, 14 Juli 2017 10:26)

    Lieber Michael, das dachte ich mir schon, dass die gemeine Nacktschnecke es lieber feucht hat. Mein Garten ist ja das perfekte Paradies mit Rueckzugsmoeglichkeit ins Efeu. Jedoch mit Ameisen haben wir auch so unsere Last. Bei der Nachbarin hatten sie sich unter dem Parkett eingenistet, so dass ein Kammerjaeger kommen musste. Dein Einzug in meine Huette verhindere ich mit einer Spur Backpulver von der Einganstuer, das hilft!
    Im Garten muss ich regelmaessig Toepfe und andere Gegenstaende umstellen, damit sich darunter keine Nester bilden. Bisse von den Biestern sind einfach gemein.

    Ansonsten ist das Wetter hier im Osten von staendigem Wechsel Regen und Sonne. Heute war es mit 10 Grad in der Frueh auch ziemlich kalt und wird kaum die 20 Grad erreichen. Soll aber wieder waermer werden.

    Lieben Gruss Angelika

  • #10

    M. Bauer (Freitag, 14 Juli 2017 15:54)

    Heute wurden in der Schule Ergebnisse ausgehaengt. Sofort bildete sich eine Schuelertraube um den Aushang, denn natuerlich wollte jeder wissen, wie er abgeschnitten hat. Am morgigen Samstag findet dann eine Elternversammlung statt, bei der aktuelle Probleme, Veraenderungen in der Schule (z.B. neuer Schulleiter !), die weitere Schulentwicklung und bevorstehende Ereignisse, sowie die Pruefungen im zweiten Halbjahr besprochen werden. Abends bin ich mit tansanischen Freunden bei einer Art Polterabend ("Send of"-Feier) eingeladen - ich bin gespannt, wie das wird !!

  • #11

    M. Bauer (Sonntag, 16 Juli 2017 08:12)

    Gestern abend durfte ich bei einer "Send-Off" - Feier einer Braut aus der Nachbarschaft der Schule teilnehmen. Herr Kiwara fungierte routiniert als Leiter des Organisationskomitees, dass auch viele Lehrer und Angestellte der Schule beinhaltete. Die Feier mit ungefaehr 350 Gaesten, Verwandte, Freunde und Nachbarn der Familien des Brautpaares, dauerte ungefaehr 6 Stunden (!) und hatte ein Programm mit vielen Einzelpositionen, u.a. Preisen und Beschenken unterschiedlicher Personen oder Personengruppen. z.B. Braut, Eltern der Braut, Eltern des Braeutigams, Geschwister der Braut .... Es war eine aeusserst interessante Veranstaltung, zu der sich natuerlich jeder in seine besten Anziehsachen geschmissen hatte. Die Damen trugen Kleider mit unglaublicher Farbenpracht, in denen sie sich waehrend der Veranstaltung oft sehr elegant zur Musik bewegten.Ich wuensche dem Brautpaar natuerlich das Beste fuer Ihre Ehe und danke herzlich fuer die Einladung.

  • #12

    Birgit und Rainer (Sonntag, 16 Juli 2017 12:15)

    Lieber Michael,
    Wir grüßen dich von unserer Rückreise aus HAnnover, wo wir auf Einladung meiner Schwester das kleine Fest in den Herrenhäuser Gärten besuchen durften.
    Einen Hauch Afrika könnten wir verspüren bei einer temperamentvollen Darbietung einer kenianischen Gruppe (Tanz,Akrobatik).
    Wir wünschen dir noch eine gute Zeit und schöne Begegnungen in Tansania
    Birgit von der niedersächsischen Spargelstrasse im Nieselregen

  • #13

    M. Bauer (Sonntag, 16 Juli 2017 12:55)

    Liebe Birgit, lieber Rainer,
    ich verbringe den Tag auf dem Schulgelaende, nachdem ich gestern eine grosse Feier besuchen durfte. Dadurch habe ich das volle Afrikaprogramm XXL :-) . Sonntags haben die Schueler mehr freie Zeit als an Werktagen. Ich versuche gerade das technische Geraet fuer eine Kinovorstellung zusammen zu schaffen. Wenn es gelingt, dann werde ich die Schueler heute nachmittag mit auf eine kleine Reise nach Asien nehmen, indem wir "Sieben Jahre in Tibet" schauen.

  • #14

    M. Bauer (Montag, 17 Juli 2017 07:49)

    Erfreut habe ich bisher nur einen oder zwei meist kuerzere Stromausfaelle wahrgenommen. Auch die Kinoveranstaltung gestern abend blieb von unerwuenschten Unterbrechungen verschont. Ab heute morgen laeuft wieder der normale Schulbetrieb. Am vergangenen Samstag fand eine Elternversammlung mit Halbjahres-Zeugnisausgabe statt. Bei dieser Veranstaltung wurde der Elternschaft natuerlich auch der neue Schulleiter vorgestellt. .

  • #15

    M. Bauer (Mittwoch, 19 Juli 2017 21:22)

    Am vergangenen Montag habe ich zufaellig die Mutter und Schwester der Braut (siehe Samstag) getroffen, als ich mit Joseph, dem Koch und LKW-Fahrer der Schule, unterwegs war. So hatte ich Gelegenheit mich persoenlich fuer die Einladung bedanken zu koennen. Ich hatte die Leute aufgrund der aufwaendigen Feier in die obere tansanische Mittelklasse eingeordnet. Sie sind jedoch ganz normale eher arme Tansanier und ich haette sie mit ihrer Alltagskleidung und den normalen Fisuren niemals wiedererkannt !!! Die grosse Feier konnten sie nur durch die finanzielle Unterstuetzung aller Teilnehmer bezahlen. Am Dienstag find ich zu Salome Mungure umgesiedelt, da bei ihr interessante Bauarbeiten stattfinden. Freitag und Samstag werde ich das VTC, die von uns unterstuetzte Berufsschule, besuchen.

  • #16

    M. Bauer (Donnerstag, 20 Juli 2017 05:32)

    Nicht unerwaehnt soll bleiben, dass sich am Dienstag morgen ein Eisvogel auf der Stromleitung am Gaestehaus der Kishumundu Secondary School niedergelassen hatte. Es gelangen mir ein paar nette Aufnahmen auf dem Gelaende, bevor der scheue Vogel sich endgueltig davon machte. Damit geht die Kishumundu Sec. School bei meinen persoenlichen Eisvogelsichtungen nun mit 2:1 gegenueber dem VTC in Fuehrung :-) .

  • #17

    M. Bauer (Dienstag, 25 Juli 2017 07:28)

    In den vergangenen Tagen habe ich die Bauhandwerksschueler der von Helfen macht Schule unterstuetzten Berufsschule begleitet. Sie haben eine Grundstueckseinfahrt erstellt. Dazu wurden beidseitig vom Tor bogenfoermige Mauern erstellt. Eine voellig neue Aufgabe und Herausforderung, denn bisher hatten sie immer nur moeglichst gerade Mauern herstellen sollen. Der Lehrer und seine Lehrlinge arbeiten aeusserst sorgfaeltig und ohne viel Bauabfall zu produzieren. Das habe ich bei ausgelernten Bauarbeitern in Tansania oft schon ganz anders gesehen !! Ausserdem wurde viel gelacht und gescherzt, so dass die Zeit wie im Flug verging. Ein paar Bilder gibt es weiter unten.

  • #18

    M. Bauer (Dienstag, 25 Juli 2017 07:56)

    Am Sonntag abend gab es nun auch einen Kinoabend im VTC. "Der weisse Loewe" begeisterte die Lehrlinge mit seinen fantastischen Bildern. In der Kishumundu Secondary School hatte die Form II am Montag vormittag eine Computerstunde ueber die vielfaeltigen Nutzungsmoeglichkeiten des Internets. Am Nachmittag feierte die Schule dann den zum Schulhaljahresanfang ueblichen Gottesdienst, in dessen Verlauf die Schule und Schulgemeinde gesegnet wurde.

  • #19

    M. Bauer (Freitag, 28 Juli 2017 11:46)

    Am Mittwoch besuchten auf meine Einladung hin drei deutsche Praktikanten im oertlichen Krankenhaus KCMC die Schule. Nach einer Fuehrung durch die Schule und einem Unterrichtsbesuch ging es am Nachmittag zusammen mit zwei tansanischen Kolleginnen zum netten Mnambe Wasserfall. Insgesamt war es ein eindrucksvoller und schoener Tag.

    Wie jedes Jahr habe ich mich auch wieder als Solarlampen-Doktor betaetigt und die wenigen nicht mehr funktionstuechtigen Lampen repariert. Fast bei allen betroffenen Lampen habe ich nur den Akku ersetzen muessen. Nicht ungewoehnlich, denn nach drei Jahren ist bei haeufiger Verwendung die zu erwartende Lebensdauer der Stromspeicher erreicht.
    In der Berufsschule habe ich noch einmal die Baujungs getroffen. Aufgrund der finanziellen Unterstuetzung von Helfen macht Schule und dem Viernheimer Tansaniaverein haben dort Bauarbeiten an zwei neuen Klassenraeumen begonnen, was ich natuerlich unbedingt sehen und dokumentieren wollte! Jetzt naht langsam schon das Ende meiner Reise :-( .

  • #20

    M. Bauer (Sonntag, 30 Juli 2017 15:52)

    Gestern habe ich mit ehemaligen Schuelern zum Mittagessen getroffen. Sie konnten mir ein Feedback zum Verlauf ihres Oberstufenbesuches geben. Zufaelllig trafen wir im Laufe des spaeten Nachmittags auch noch einen der Freiwilligen, die letzte Woche die Schule besucht hatten und mit denen ich am Mnambe-Wasserfall gewesen bin - die Welt ist manchmal ein Dorf.
    Wie in den vergangenen Jahren habe ich heute als Dankeschoen die Schueler und Lehrer zum Mittagessen eingeladen und mich verabschiedet. Mein Rueckflug geht zwar erst . uebermorgen sehr frueh, aber morgen ist wieder regulaerer Unterricht und ich muss noch verschiedene Sachen erledigen und packen. Traditionell packt mich da immer der Wehmut, da die Reise zum Ende geht. Auch diesmal ist es so: der Abschied faellt schwer.

  • #21

    M. Bauer (Donnerstag, 03 August 2017 07:55)

    Der letzte Tag in Tansania war sehr intensiv. Es hat trotz Trockenzeit seit über zwei Wochen zum ersten Mal immer wieder geregnet: sogar der Himmel weint zu meinem Abschied :-) war an diesem Tag ein gängiger Spruch. Der Morgen flog nur so dahin, da ich sehr vielen Gesprächen führte und viel zu organisieren hatte. Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit den Kollegen und Mitarbeitern der Schule und einem frühabendlichen Feierabenddrink habe ich mich dann bedankt und die Eindrücke der letzten vier Wochen reflektiert. Natürlich hatten auch die Schulleitung und die Kollegen der Kishumundu Secondary School hierbei Gelegenheit zum Äußern ihrer Gedanken und Abschiedsgrüße. Am Abend hat man mich dann durch Einladung zum Abendessen mit einigen meiner engsten Freunde auf der Dachterrasse eines Hotels in Moshi überrascht. Nach neun Uhr hatte ich dann endlich Zeit zum Koffer packen und mitten in der Nacht ging es dann mit vielen Begleitern, das Auto war zum Platzen voll, zum Flughafen. Durch eine Verspätung meines Fluges habe ich als ungeplantes Extra beim Abflug sogar noch einen Blick auf den Kilimandscharo im Sonnenaufgang erhalten: Verspätungen können auch ein Vorteil sein :-) . Zurück daheim geniesse ich die während des Urlaubs vermissten Sachen, z.B. Salat, leckere Backwaren, schnelles Internet ...

Bilder

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Filme

Vogelbeobachtungen

Gesang im Unterricht

Moshi-Blog Januar 2017 (8. Reise)

Kommentare: 5 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    M. Bauer (Samstag, 31 Dezember 2016 14:40)

    Wer mich gut kennt wird nicht weiter verwundert sein: ich bin aufgrund plötzlich nach Weihnachten extrem attraktiver Preise kurzentschlossen nach Tansania gereist. Ich freue mich bereits sehr auf das Wiedersehen mit meinen tansanischen Freunden.

  • #2

    M. Bauer (Samstag, 31 Dezember 2016 14:44)

    Ich zitiere gerne einen tansanischen Freund:
    I wish you a
    Fantastic JANUARY,
    Loveable FEBRUARY,
    Marvelous MARCH,
    Fruitful APRIL,
    Enjoyable MAY,
    Successful JUNE,
    Wonderful JULY,
    Independent AUGUST,
    Powerful September,
    Tastiest OCTOBER,
    Beautiful NOVEMBER,
    Happiest DECEMBER.
    Have A VICTORIOUS YEAR
    2017 !!

  • #3

    M. Bauer (Sonntag, 08 Januar 2017 08:49)

    Dieses Mal hatte ich wenig Zeit in Tansania und außerdem zeitweise keinen Zugang zum Internet, so dass ich tatsächlich erst nach meiner Rückkehr zum Schreiben komme und Fotos vom Aufenthalt veröffentlichen kann. Es waren ein paar außerordentlich intensive Tage!

  • #4

    M. Bauer (Sonntag, 08 Januar 2017 12:44)

    Ich habe diesmal vor Ort keine Ausflüge gemacht. Stattdessen habe ich oft mit Freunden bei hochsommerlichen Temperaturen zusammen im Schatten gesessen und viel geredet, sowie gut gegessen und getrunken. Die Schüler haben wie bei uns Ferien. Nur wenige Lehrer und die Schulleiter und -verwaltungen sind vor Ort. Da die Ortszeit in Tansania zwei Stunden voraus ist, war ich morgens oft schon vor Sonnenaufgang wach und habe im besten Morgenlicht unzählige Fotos vom frisch mit Schnee überzogenen Kilimandscharo gemacht. Selbst der Mawenzi hat etwas Schnee getragen.
    Natürlich gab es auch diesmal wieder besondere Ereignisse: Die Koffer aller ankommenden Gäste wurden am Flughafen durch den Zoll geröngt. Offenbar wird der Job dort durch den Amtsantritt des neuen tansanischen Präsidenten Magufuli, er agiert u.a. sehr engagiert gegen Korruption, inzwischen ernster genommen. Die zahlreich mitgebrachten Geschenke in meinen beiden Koffern bewirkten, dass ich zum ersten Mal Einfuhrsteuer zahlen "durfte". Bei der Fahrt zum Flughafen wurden wir Zeuge wie eine Ziege sich mit einem Laster anlegte und direkt vor das mit hoher Geschwindigkeit ankommende Fahrzeug lief: der Laster gewann das Duell, die Ziege verlor ihr Leben. Ich habe tatsächlich erneut einen Waldeisvogel zu Gesicht bekommen, siehe Fotos weiter unten. Diesmal geschah es nicht in der Kishumundu Secondary School, sondern auf dem Gelände des VTC. Somit Gleichstand beim "Eisvogel-Wettbewerb": 1 : 1 .

  • #5

    M. Bauer (Sonntag, 08 Januar 2017 12:56)

    Besonders zu erwähnen ist auch noch, dass bei meiner Rückkehr in Deutschland Schnee liegt und ich mit einen Temperaturunterschied von ca. 35 °C konfrontiert werde: In Tansania ist derzeit Sommer und Trockenzeit. Die kleine Regenzeit im November / Dezember war nicht sehr ergiebig. Es ist daher sehr trocken und die Vegetation ist außer direkt am Kilimandscharo überall braun verbrannt.

Bilder

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Beim Abschieds-Mittagessen mit meiner Gastgeberin Salome und Jeremiah, einem ehemaligen Schüler der KSS auf der Terrasse des Deli Chez in Moshi.

Moshi-Blog Sommer 2016 (7. Reise)

Kommentare: 23 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    M. Bauer (Donnerstag, 24 März 2016 14:27)

    Auch in den nächsten Sommerferien wird es einen Blog geben. Der Flug nach Tansania ist gebucht!

  • #2

    M. Bauer (Sonntag, 24 Juli 2016 19:29)

    Gleich geht es endlich los. Ich weiss, dass mich einige Neuigkeiten in Kishumundu erwarten und bin schon furchtbar neugierig darauf.

  • #3

    M. Bauer (Montag, 25 Juli 2016 11:56)

    Ich bin gut angekommen und trotz der frühen Zeit (Landung 6:20 Uhr) sehr herzlich von den tansanischen Freunden in Empfang genommen worden. Auch diesmal gab es einige neue Mitarbeiter zum Kennenlernen, z.B. einen neuen stellvertretenden Schulleiter. Die Schule ist weitgehend unverändert gegenüber meinem letzten Besuch im Januar 2016.

  • #4

    M. Bauer (Dienstag, 26 Juli 2016 11:58)

    Einige Neuerungen gibt es allerdings: Die Schule hat inzwischen einen Fernseher mit Satellitenempfang, der zu Lernzwecken und bei der Gestaltung der Freizeit (z.B. EURO 2016) eingesetzt wird. Das von Helfen macht Schule gebaute Lehrerhaus hat seit Januar enorme Fortschritte gemacht. Inzwischen findet der Innenausbau statt. Ich widme mich dem Updaten des IT-Equipements in der Verwaltung und kümmere mich um das Solarlampen-Projekt.

  • #5

    Angelika (Freitag, 29 Juli 2016)

    Hallo Urlauber,

    liebe Grüße aus Berlin und einen schönen erholsamen Urlaub wünsche ich Dir.

  • #6

    M. Bauer (Samstag, 30 Juli 2016 07:52)

    Gestern war ich zusammen mit Schülern zu ersten Mal seit meiner Ankunft zum Einkaufen in Moshi. Die Schüler hatten eine Feier am Samstag vorzubereiten, ich wollte endlich ein paar Sachen für ein europäisches Frühstück einkaufen und außerdem ein bisschen das quirlige afrikanische Stadtleben erleben und beobachten. Dreimal täglich warmes tansanisches Essen ist mir auf die Dauer etwas zu monoton und außerdem viel zu kalorienreich für mich, denn ich leiste ja keine körperliche Schwerstarbeit. Geistlich manchmal schon, z.B. wenn ich mit Kollegen im Tandem unterrichte und dies natürlich in der für mich ungewohnten Unterrichtssprache Englisch geschehen muss. Das Wochenende verbringe ich bei einer Freundin, die ich aufgrund ihrer intensiven beruflichen Belastung bisher nur bei meiner Ankunft kurz sehen konnte.

  • #7

    M. Bauer (Samstag, 30 Juli 2016 08:16)

    Liebe Angelika,
    herzlichen Dank für die lieben Grüße.

    An alle Leser!
    Die Einträge auf dieser Seite sind noch recht spärlich. Ich muss mich nämlich beim Internet seit ein paar Tagen in afrikanischer Geduld und Gelassenheit üben. Möglicherweise habe ich durch meine Updateaktivitäten bei den Bürorechnern der Schule das Datenvolumen zu stark beansprucht und die Geschwindigkeit wurde seitens des Providersseitens des Providers reduziert. Jedenfalls stehen seit ein paar Tagen statt ca. 1500 kBit/s (Messung am Montag und Dienstag) meist nur noch ca. 30 kBit/s zur Verfügung. Das ist quälend langsam! Aber Übermorgen beginnt ein neuer Monat - ich blicke hoffnungsfroh vorwärts. Außerdem will ich baldmöglichst eine tansanische SIM-Karte mit Flatrate für mein Smartphone erwerben, Dann bin ich unabhängiger vom Internetprovider der Schule und von der häufig unterbrochenen Stromversorgung.

  • #8

    M. Bauer (Sonntag, 31 Juli 2016 06:25)

    Ich verbringe das Wochenende bei einer Freundin in einer ländlichen Umgebung. Von ihrem Haus sieht man direkt auf den Kilimandscharo. Ich liebe diesen Blick :-) .

    Gestern habe ich nach längerem Warten, getreu dem Spruch "Europäer haben Uhren, Afrikaner haben die Zeit", eine tansanische SIM-Karte und Internetzugang erstanden. Nun geniese ich wieder alle Vorzüge eines Smartphones. Als Hotspot stellt es nun auch meinem Netbook den Internetzugang zur Verfügung.

  • #9

    M. Bauer (Montag, 01 August 2016 08:39)

    Gestern abend (Sonntag!) wurde bei meiner Gastgeberin noch Wasser angeliefert. In ihrer Gegend gibt es keinen Anschluss an das Wassernetz. Das Wasser musste in einen ca. 7 m hohen Hochbehälter gepumpt werden. Mit dem vorhandenen Material und der Motorpumpe der tansanischen Mannschaft, es gab keinen Strom zu dieser Zeit, war dies eine Herausforderung. Es wurde viel improvisiert und nach mehreren Fehlschlägen gelang es schließlich.

  • #10

    M. Bauer (Dienstag, 02 August 2016 19:17)

    Gestern und heute wurde auf dem Schulgelände viel fotografiert. Ein neuer Schulprospekt zum Anwerben von Schülern soll erstellt werden und dafür braucht man natürlich schöne, professionelle Bilder. Ich habe mich einfach dran gehängt und habe daher auch schöne neue Bilder für die Webseiten der Schule machen können. Außerdem war ich in der Kishumundu Primary School um dort eine zukünftige aus Deutschland unterstützte Schülerin kennen zu lernen. Letztendlich habe ich noch ein paar durchaus besondere Vogelaufnahmen machen können. Das war kein guter Tag für das Chamäleon aber ich als Fotograf habe mich riesig über mein Glück gefreut, s.u.

  • #11

    M. Bauer (Mittwoch, 03 August 2016 11:35)

    Seit Montag schreiben die Schüler ihre monatlichen Tests. Der normale Unterricht findet dann nur eingeschränkt statt.

  • #12

    M. Bauer (Freitag, 05 August 2016 08:18)

    Ich nutze die Zeit der monatlichen Tests in dieser Woche um u.a. die Internetseiten der Schule zu aktualisieren, Gespräche mit Schülern und Kollegen zu führen und an innerschulischen Veranstaltungen wie einem Staff Meeting (Mitarbeiterversammlung) teilzunehmen. Wenn man auf dem Schulgelände lebt, bekommt man viele Sachen mit, die einem Besucher bei einem Tagesaufenthalt entgehen. Ich mag zum Beispiel die abendlichen Gebete, die viel fröhlichen Gesang beinhalten.
    Weiterhin habe ich zweimal die Grundschule in Kishumundu besucht. Einmal um einer bedürftigen Schülerin der Klasse Standard 7 (Abschlussklasse der Grundschule) mitzuteilen, dass sie aufgrund ihrer guten Leistungen ein Stipendium zum Besuch der Kishumundu Secondary School erhalten wird. Außerdem war ich dort um zusammen mit Rachel Kiwara bedürftigen Schülern aus verschiedenen Grundschulen der Gegend die zweite Rate einer im Januar gestarteten Helfen macht Schule-Spendenaktion zu überreichen. Mit dem Geld können die notwendigsten Bedürfnisse der Grundschüler für den Schulbesuch bestritten werden: Schulessen, Schuluniform und Schreibutensilien, siehe http://helfen-macht-schule.jimdo.com .

  • #13

    M. Bauer (Freitag, 05 August 2016 17:22)

    Heute morgen habe ich auf dem Schulgelände tatsächlich einen afrikanischen Eisvogel, einen Waldeisvogel, beobachten können. Allerdings hatte ich da gerade nur meine Handykamera dabei und er nahm mir meine Annäherungsversuche zwecks besserer Fotos übel und flog weg. Foto: https://thumbs.dreamstime.com/z/waldeisvogel-1072941.jpg

  • #14

    M. Bauer (Samstag, 06 August 2016 07:13)

    Es regnet, dass erste Mal seit ich hier bin. Im Gegensatz zu 2014 und 2015 ist das Wetter in den letzten zwei Wochen wieder so gewesen, wie ich es von den Besuchen 2012 und 2013 kannte. Morgen mitunter noch bewölkt, klarte es schnell auf und wir geniessen sehr sonnige Tage. Letztes Jahr war es doch deutlich anders, mit viel mehr Regen und Bewölkung, was vermutlich auf den El Nino zurückzuführen war, der Ostafrika mehr Niederschläge bringt. Ausgerechnet letztes Jahr begleitete mich mein Kollege und Freund Michael PIEKE, der Chefastronom der Kopernikusschule um u.a. ein Sternbeobachtungsprojekt durchzuführen. Er hat oft über die Behinderung durch abendliche Bewölkung geschimpft und ich habe ihm immer wieder gesagt, dass ich dies normalerweise im August so nicht kenne. SORRY MICHAEL - ES WAR EINFACH DAS FALSCHE JAHR FÜR DIESES PROJEKT !!

  • #15

    M. Bauer (Donnerstag, 11 August 2016 15:42)

    Am Sonntag war ich in der Gemeindehalle von Kishumundu bei einer Nachfeier zur Hochzeit von Frank Kiwara, Sohn von Schulleiter James Kiwara und Helfen macht Schule Gast 2013, eingeladen. In Tansania werden bei Hochzeiten und Beerdigungen sehr große Feierlichkeiten organisiert, die durch die Familien nicht selbst finanzierbar sind. Daher werden die eingeladenen Gäste um finanzielle Unterstützung gebeten. Das eingesammelte Geld wird für die Ausrichtung verwendet und der Überschuss für die Ausrichtung einer Danksagungsfeier an die Spender verwendet. Dieser Feier durfte ich beiwohnen. Obwohl ich kein Kisuaehli verstehe, war es außerordentlich interessant. Teilweise übersetzte mir ein Freund das Vorgetragene.Zudem traf ich verschiedene Bekannte von früheren Besuchen, so dass mir nicht langweilig wurde. Am Montag war Feiertag und ich habe den Tag genutzt, um mit einer Freundin ihre mir gut bekannte Mutter zu besuchen.

  • #16

    M. Bauer (Donnerstag, 11 August 2016 15:50)

    Seit Dienstag wohne ich nun bis Freitag im VTC, der von Helfen macht Schule unterstützten Berufsbildungsschule. Ich nehme am Schulleben teil und freue mich über mehr Kontakt zu den Schülern dieser Schule, die ich in der Vergangenheit nur stundenweise besucht habe, oder deren Schüler gerade in Ferien waren. Außerdem gab es dadurch eine Gelegenheit zum Kennenlernen der sehr großen Majengo Secondary School in Moshi. Dort traf ich Fraterin Meraba (HMS-Gast vor ein paar Monaten) und befreundete ehemalige Schüler der Kishumundu Sec. School, die dort nun den Advanced Level (Oberstufe) besuchen. Es war ein durchaus freudiges Wiedersehen.

  • #17

    M. Bauer (Samstag, 13 August 2016 15:33)

    Heute haben die Schüler der Form I und III an der Baustelle des Lehrerhauses das Gelände am Eingang eingeebnet. Dabei wurde viel gescherzt und herumgealbert, aber auch auch beherzt gearbeitet. Das Haus liegt jetzt am "Mount Kishumanjaro", denn bei diesen Erdarbeiten entstand ein beachtlicher Erdhaufen. Am Nachmittag hatten sie dann Zeit für ihre persönlichen Bedürfnisse, wie Sport, Unterhaltung, Körperpflege und erledigen der Kleiderwäsche.

  • #18

    M. Bauer (Dienstag, 16 August 2016 10:49)

    Ursprünglich wollte ich dieses Jahr nicht in die Nationalparks, sondern stattdessen mit tansanischer Begleitung durch das Land reisen und Neues sehen und erleben. Daraus ist wegen nicht gewährtem Urlaub beim tansanischen Arbeitgeber leider nichts geworden. Daher wir es als Highlight meines Aufenthaltes nun doch noch eine zweitägige Safari im Tarangire-Nationalpark und Ngorongorokrater.

  • #19

    M. Bauer (Mittwoch, 17 August 2016 09:36)

    Nachtrag zu Eintrag 13, Freitag 5.8.2016: Glück muss der Mensch haben. Ich habe heute nochmal einen Eisvogel gesehen und diesmal meine Kameras erreichen können. Zwar hatte ich für Fotos nicht die optimale Position und Belichtung, aber ich war in diesem Moment auch so zufrieden.

    Gestern habe ich an einer Versammlung der Grundschulleiter /-innen rund um die Schule und dem gesamten Personal der Schule teilgenommen, in der Maßnahmen zur Erhöhung der Schülerzahlen diskutiert wurden. Da die Schule gut ausgestattet ist und erfolgreich arbeitet wollen die Grundschulleiter in Zukunft mehr Werbung für die Schule machen.

  • #20

    Marion Juraschek (Freitag, 19 August 2016 13:22)

    Hallo Michi,
    Heijo und ich haben gerade deine Fotos angeschaut und deine Eintragungen gelesen. Sind so immer gut infomiert.
    Wir wünschen euch viel Spaß und tolle Fotomotive auf der Safari.
    Liebe Grüße aus Bad Orb
    senden Marion und Heijo

  • #21

    M. Bauer (Freitag, 19 August 2016 15:19)

    Wir sind auf der Rueckfahrt vom Ngorongoro gerade in Arusha.

  • #22

    M. Bauer (Samstag, 20 August 2016 17:18)

    Das Abschied nehmen hat begonnen. Mit einer Einladung zum gemeinsamen Mittagessen habe ich mich heute bei der Schulgemeinde der Kishumundu Secondary School für ihre warmherzige Aufnahme und Gastfreundschaft bedankt. Zahlreiche private Einladungen bei Freunden und viele hautnahe Begegnungen mit Tansaniern, z.B. in den Schulen und wortwörtlich in den DallaDallas :-) sorgten dafür, dass der Kontakt mit Einheimischen nicht zu kurz kam. Gerade singen die Schüler beim Abendgebet - etwas, was ich ab Montag sicherlich vermissen werden.

  • #23

    M. Bauer (Samstag, 27 August 2016 07:09)

    Ich bin gut wieder nach Hause gekommen, wo mich afrikanische Temperaturen empfangen haben - viel heißer, als ich es in Afrika erlebt habe. Jetzt gilt es sich für den Schulanfang zu rüsten.
    Den letzten Tag in Tansania habe ich mit verschiedenen Freunden verbracht und z.B. gemütlich beim Deli Chez in Moshi auf der Terrasse zu Mittag gegessen, touristische Artikel als Mitbringsel erworben und zum Ausklang mit Freunden ein letztes Kilimanjaro in einem tansanischen "Biergarten" und bei mir in der Volunteerswohnung getrunken. Am Flughafen habe ich dann beim Einchecken noch Victory getroffen, eine ehemalige Schülerin der Kishumundu Sec. School, die mit einer Schülergruppe ihrer jetztigen Schule zum Austausch nach Deutschland reiste. Natürlich habe ich ihr eine aufregende und schöne Zeit in Deutschland gewünscht - mindestens so schön, wie meine Zeit in Tansania immer ist.

Bilder

Zu den Bildern gibt es einen erläuternden Text. Dazu bitte das jeweilige Bild anklicken!

Ein Höhepunkt des diesjährigen Besuches im Ngorongoro-Krater: So werden Löwenbabies gemacht (Bilderserie)    :-)

 

Es gab natürlich auch noch andere interessante Tiere zu sehen. Sehen Sie selbst:

Moshi-Blog Neujahr 2016 (6. Reise)

Kommentare: 4 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    M. Bauer (Dienstag, 29 Dezember 2015 08:28)

    Richtig gelesen! Es gibt einen Moshi-Blog Neujahr 2016. Ich werde ein halbes Jahr nach meinem letzten Aufenthalt "schon wieder" in Tansania sein. Das ist zwar ein wenig verrückt, aber ich hatte einfach Sehnsucht nach afrikanischer Lebensfreude und viel Sonnenlicht! Der Besuch ist mehr privater Natur, denn es sind noch Schulferien. Der Schulbetrieb startet wie bei uns erst in der zweiten Januarwoche.

  • #2

    M. Bauer (Donnerstag, 31 Dezember 2015 19:22)

    IIch bin gut angekommen und von der Hitze fast erschlagen worden. Mit den Freunden des Empfangskomitees war ich dann schoen auf einer Terrasse mit Strassenblick essen. Nun sind wir noch bei einem Freund eingeladen, um das Neue Jahr zu begruessen. ALLEN FREUNDEN UND BESUCHERN WUENSCHE ICH EIN TOLLES JAHR 2016!

  • #3

    M. Bauer (Montag, 04 Januar 2016 06:11)

    Am Samstag habe ich mit befreundeten Familien einen Ausflug in den Arusha-Nationalpark gemacht. Nicht nur die Kinder waren aufgeregt und haben alle Tiersichtungen aufgeregt und freudig begruesst. Der angemietete Bus bietete aufgrund seiner Groesse jedem eine gute Sicht und ermoeglichte ein sehr komfortable Reise. Der Fahrer hat schon bei unseren frueheren Fahrten in den Tarangire-Nationalpark 2014 und 2015 sein grosses fahrerisches Geschick und seine tolle Geduld bei den Tierbeobachtungen gezeigt. Am Sonntag war ich Gast an der Kishumundu Secondary School und besuchte zwei befreundete Familien.Heute muss meine Gastgeberin wieder arbeiten. Ich werde zum Empfang eines anderen deutschen Gastes unserer Partnerschulen mit an den Flughafen fahren.

  • #4

    M. Bauer (Freitag, 08 Januar 2016 06:34)

    Nach intensiven Tagen mit Besuchen an den von Helfen macht Schule unterstuetzten Schulen, bei einer Massaifamilie und vielen gemeinsamen Treffen und Essen mit Freunden steht schon wieder die Abreise an, da ich am Montag wieder unterrichten muss. Ich koennte es noch eine Weile laenger geniessen, aber die Pflicht ruft. Kwaheri Tansania, Kilimandscharo und liebe Freunde - bis zum hoffentlich baldigen Wiedersehen!

Bilder zum Blog

Eine Erläuterung erhalten Sie beim anklicken des jeweiligen Bildes.

Film zum Feuer machen auf traditionelle Art durch Massai.

 

 

 

 

 

Ein "Making of"-Bild zum Film.

Foto: Michael Link

Moshi-Blog Sommer 2015 (5. Reise)

In den Sommerferien 2015 besuchte ich erneut unsere Partnerschulen und meine Freunde in Tansania. Diesmal nicht allein, sondern zusammen mit meinem Kollegen Michael Pieke. Außerdem kam später Winfried Sommer nach. Natürlich habe ich hier wieder aktuelle Berichte und Bilder zu erfahrenswerten Erlebnissen veröffentlicht. Die Bilder und Filme befinden sich unterhalb der Blogtexte.

 

Kommentare: 20 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    M. Bauer (Freitag, 24 Juli 2015 12:54)

    In Kürze gibt es hier wieder tagesaktuelle Blogeinträge aus Tansania. KARIBU!

  • #2

    M. Bauer (Montag, 27 Juli 2015 20:28)

    Wir sind sehr gut gegen 5.30 Uhr Ortszeit angekommen und von einer netten Delegation mit einem gemietetem Dalla-Dalla am Flughafen abgeholt worden. Das Teleskop hat die Reise ungeschadet überstanden und unsere Koffer waren auch da. Ich habe bereits eine SIM-Karte mit Flatrate erstehen können und einkaufen und Geld holen waren wir auch schon.
    Kein schlechter Anfang.
    Seitens der Schüler sind wir sehr herzlich und neugierig empfangen worden. Zeitgleich mit uns ist Malaika Sasse, eine ehemalige Freiwillige von 2013, zu Gast an der Schule. Insgesamt sind wir also zur Zeit vier Deutsche !!! hier - geradezu ein Gäste-Tsunami!

  • #3

    M. Bauer (Dienstag, 28 Juli 2015 21:17)

    Kaum hier und schon voller Lehreinsatz! Da heute eine Lehrerfortbildung stattfinden sollte und die Schüler allein hätten arbeiten müssen, haben wir dem Schulleiter einen Sondereinsatz angeboten: eine Vorführungs-Unterrichtsstunde für die Form I und II zur Funktion und den Anwendungsmöglichkeiten des Internets (z.B. Informationen über eine Homepage zur Verfügung stellen), sowie über astronomische Phänomene und ihre Ursache. Es wurden Verbindungsmöglichkeiten mittels LAN und WLAN, Hotspots, UMTS-Modem und Browser, Verwendung von Suchmaschinen, Google Maps, Internetbanking, Skype und vieles mehr anhand praktischer Beispiele vorgestellt. Die Größenverhältnisse unseres Sonnensystems und des Universums hat Hr. Pieke mittels Gegenständen und der Beteiligung der Schüler anschaulich dargestellt. Dann wurden Sonnenfinsternis, Mondfinsternis und Mondphasen und ihre Ursachen erarbeitet. Schließlich findet am 1.9.2016 in Tansania eine Sonnenfinsternis statt. Auch im Biounterricht der Form III waren wir erst als Beobachter, wenig später aber dann auf Einladung der Schüler und Lehrerin doch wieder als Akteure dabei. Insgesamt ein sehr gelungern Auftakt. Zum Glück ereilte uns ein Stromausfall erst nach der morgentlichen Veranstaltung, denn ohne Beamer wär es sehr theoretisch und viel trockener geworden. Pünktlich zum Sonnenuntergang war der Strom glücklicherweise wieder da.

  • #4

    M. Bauer (Mittwoch, 29 Juli 2015 20:00)

    Heute waren wir im VTC zu Gast um dort das bereits an der Kishumundu Secondary School laufende Solarprojekt vorzustellen, den Start am VTC in der nächsten Woche zu besprechen und die Schuleentwicklung in Augenschein zu nehmen.
    Den ganzen Tag hat es heute zeitweise immer wieder geregnet, so dass die Straße nach Kishumundu und Wege innerhalb der Schule sehr schlammig wurden. Das ist nicht besonders angenehm und kann Autofahrten gefährlich machen. Wir sind aber gut aus Moshi zurück gekommen. Der seit Vormittag bestehende Stromausfall endete zum Glück auch heute wieder mit dem Einbruch der Dunkelheit.

  • #5

    M. Bauer (Donnerstag, 30 Juli 2015 21:49)

    Wie in den vergangenen Tagen hatte ich auch heute wieder ein morgentliches, sehr informatives Gespräch mit dem Schulleiter. Darin wurden u.a. weitere Schritte unseres Aufenthaltes geplant. Wir waren auch wieder im Unterricht präsent. Außerdem hat Hr. Pieke am späten Nachmittag sein erstes Treffen mit den Astro-Interessierten gehabt. Gemeinsam wurde das Teleskop ausgepackt, die verschiedenen Bauteile untersucht und benannt und dann das Gerät zusammengesetzt. Das Stativ wird gerade von den Schreinern am VTC gebaut. Die Grundlagen für die Funktion wurden erarbeitet. Die Schüler zeigten sich sehr interessiert und diszipliniert.
    Zum Glück war heute auch wieder besseres Wetter, so dass wir unsere dreckige Wäsche waschen konnten. Am Abend waren die Sterne und ein toller Mond zu sehen. Das macht Lust auf mehr und ein voll funktionsfähiges Teleskop !!

  • #6

    M. Bauer (Freitag, 31 Juli 2015 21:25)

    Heute haben wir eine tansanische Freundin an ihrem Arbeitsplatz am Stefano Moshi Memorial University College besucht. Sogar ihr Chef, der Unipräsident Prof. Temu (hier Provost genannt), hat uns freundlicherweise empfangen. Da es am Abend einen klaren Himmel gab, haben wir den Vollmond betrachten können. M. Pieke hat den Astro-Interessierten eine Einführung in die Sternbilder gegeben, die bei dem starken Licht des Vollmondes zu erkennen waren.

  • #7

    Birgin (Samstag, 01 August 2015 18:06)

    Lieber Michael,
    Schön,dass eure Aktivitäten so viel Anklang finden!
    Und vor allem fortgeführt werden wie das Solarprojekt.
    Wie warm und/oder trocken ist es denn bei euch?
    Wir haben gerade eine Hitzepause, aber der Regen meidet Franken weiterhin. Meine Frühkartoffeln haben die Grösse von Pflaumen, die Bauern fahren mit den Mähdreschern über die Getreidefelder und produzieren Staubwolken, durch die man mit angeschalteten Scheinwerfern hindurchfahren muss.
    Wann war eigentlich unser Gebirgswochenende angedacht?
    Birgit

  • #8

    M. Bauer (Samstag, 01 August 2015 19:59)

    Liebe Birgit und alle anderen Leser,
    hier haben wir auch eine Hitzepause. Wir haben gerade einmal etwas über 20°C am Tage und vielleicht 15°C in der Nacht. Es ist meist sehr bewölkt und regnet immer wieder einmal. Die Trockenzeit hat noch nicht begonnen, obwohl sich die Stromausfälle häufen. Ich habe mir vom Schulleiter zwei der Solarlampen geben lassen ubd kann mich daher nahezu täglich von der Leistung überzeugen. Wir waren heute bei einer tansanischen Freundin zum Mittagessen eingeladen und haben mit ihr einen schönen Nachmittag verbracht. Am Abend war der Standfuss für das Teleskop da, so dass es nun einsatzbereit ist. Leider ist der Himmel an diesem Abend relativ wolkig.

  • #9

    M. Bauer (Montag, 03 August 2015 08:36)

    Am Wochenende waren wir zu privaten Besuchen bei verschiedenen Freunden und dem Schulleiter eingeladen. Am Samstag und Sonntag ging es auf dem Schulgelände ruhiger zu. Die Schüler haben Wäsche gewaschen, Körperpflege betrieben, Fußball gespielt und eigenständig gelernt.

  • #10

    M. Bauer (Montag, 03 August 2015 08:42)

    Es hat die ganze Nacht geregnet und es regnet auch jetzt noch sehr ergiebig! Die Wege innnerhalb der Schule sind dadurch sehr schlammig geworden. Außerdem ist es deutlich kühler geworden.

  • #11

    M. Bauer (Dienstag, 04 August 2015 09:23)

    Gestern abend hat es für kurze Zeit aufgeklart, so dass Astro-AG nach einer Theorieeinheit zu Geschwindigkeiten und stellaren Entfernungen eine Beobachtung des Jupiter mit Teleskopnachführung durchführen konnte. Dabei kam uns zu Gute, dass der tansanische Stromversorger TANESCO wieder einmal den Strom abgeschaltet hatte. Benötigter Strom kam von einem Solarakku und Licht von den im Solarprojekt vertriebenen Solar-LED-Lampen.
    Heute morgen regnete es schon wieder! Wo bleibt bloss die Trockenzeit???

  • #12

    M. Bauer (Donnerstag, 06 August 2015 07:29)

    Am Mittwoch habe ich den Schülern des VTC die Funktion der Solarlampen und die Grundlagen der Erzeugung elektrischer Energie aus Licht erläutert. Außerdem habe ich ihnen mit dem geliehenen Beamer der Kishumundu Sec. School den letztes Jahr von Chiara Schöppner, einer KSF-Schülerin und Teilnehmerin der Tansania-Besuchsfahrt, im Herbst 2014 über das VTC gedrehten Dokumentarfilm (https://www.youtube.com/channel/UCReCU1KBlQr0fdUKZmsvY2Q) gezeigt. Sie waren darüber sehr erfreut. Nach dem Mittagessen ging es dann mit den Elektrikern tiefer in den Aufbau und die technischen Details der Lampen. Auch die Fehlersuche und Reparatur bei einer Funktionsstörung wurde gemeinsam an einer geöffneten Lampe exemplarisch praktiziert. Interessanterweise hatte es in Moshi offenbar nicht geregnet, denn die Straßen waren staubtrocken. Oben in Kishumundu war es stattdessen noch sehr schlammig, aber immerhin auch sonniger.

  • #13

    M. Bauer (Freitag, 07 August 2015 06:35)

    Freitag morgen: Es regnet ausgiebig - schon wieder! Die Trockenzeit verspätet sich dieses Jahr offenbar noch stärker als im letzten Jahr ----> Matsch-Festival in der KSS.

  • #14

    M. Bauer (Freitag, 07 August 2015 06:45)

    Gestern waren wir "Solarlampendoktor". 3 Solarlampen waren zu reparieren. Fast alle waren durch unsachgemäße Nutzung funktionslos geworden, z.B. durch Herunterfallen oder Ladestecker am Kabel aus der Buchse herausziehen. Die notwendigen Reparaturen liesen sich alle mit einem Lötkolben, Zange und Schraubenzieher erledigen. Am Nachmittag traf sich der letztjährige Solarclub.zur Wissensauffrischung und zum Informationsaustausch.

  • #15

    M. Bauer (Montag, 10 August 2015 07:07)

    Das Wochenende haben wir verschiedene Einladungen folgend mit Freunden in ihren Privathäusern verbracht. Jetzt geht der Schulbetrieb wieder los. Es ist weiterhin sehr wolkig und ungewöhnlich regnerisch für die Jahreszeit.

  • #16

    M. Bauer (Mittwoch, 12 August 2015 14:21)

    Montag vormittag war eine kleine deutsche Delegation zu Besuch an der Schule. Eine ehemalige Schülerin der Kopernikusschule und ihre Freundinnen, einige davon Lehrerinnen, wollten sich ein eigenes Bild von einer tansanischen Schule machen. Gestern berichtete Aggiflavia Massawe, unser diesjähriger Helfen macht Schule Gast in Deutschland, den Schülern der Form I und II mit einigen ihrer Bilder von ihren Eindrücken und Erlebnissen. Danach gab es für die Schüler eine Kinovorstellung in der Versammlungshalle. Abends bei klaren Himmel, leider ist es abends weiterhin äußerst selten wolkenfrei, und bei Sonnenschein auch tagsüber findet das Teleskop immer wieder Verwendung im Unterricht und in der neu gegründeten Astro-AG.

  • #17

    M. Bauer (Samstag, 15 August 2015 10:43)

    Gestern war der bisher beste Abend für die Beobachtung des tansanischen Sternenhimmels. Gegen 22 Uhr zogen allerdings auch gestern wieder Wolken auf. Tagsüber haben wir am Donnerstag und Freitag mit Unterrichtsbeiträgen zum Thema Optik und Astronomie (MP) und globale und regionale Trends der Bevölkerungsentwicklung (MB) in der Schule engagiert.

  • #18

    M. Bauer (Montag, 17 August 2015 06:46)

    Zur Vorbeugung von Lagerkoller haben wir den Samstag und Sonntag überwiegend außerhalb der Schule verbracht, z.B. mit Einkaufen und einem Cafebesuch in Moshi. Am Sonntag waren wir zwecks Einstimmung auf die in Kürze folgende Safari bei schönem Wetter im Arusha Nationalpark. Zahlreiche Affenarten, insbesondere der dort heimische Colobas, aber auch Zebras, Giraffen, Büffel und Vögel liesen sich bei einer Fusswanderung oder während der Fahrt beobachten.

  • #19

    M. Bauer (Sonntag, 23 August 2015 08:06)

    Am Dienstag haben wir Winfried Sommer vom Flughafen abgeholt. Am Mittwoch ging es auf Safari in die Serengeti, Ngorongoro-Krater und in den Tarangire-Nationalpark. Im letzteren haben wir zusammen mit Schülern und Lehrern der Kishumundu Sec. School die afrikanische Natur genossen. Gestern wir sind dann alle gesund und voller toller Eindrücke von der Safari zurückgekehrt. Heute heißt es Abschied nehmen denn morgen sehr früh am Morgen fliegen wir zurück in die Heimat. Nur der später angereiste Winfried Sommer, der erst am letzten Dienstag eingetroffen ist, bleibt noch hier.

  • #20

    M. Bauer (Montag, 24 August 2015 22:11)

    Wir sind gut zu Hause angekommen. Es regnet und ist nur knapp 20 °C warm. Irgendwie haben wir das Gefühl das schlechte Wetter verfolgt uns.

Bilder und Filme


Weitere Bilder und Filme gemischt von allen Besuchen gibt es hier.

Moshi-Blog Sommer 2014 (4. Reise)

Kommentare: 24 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    michaelbauerde (Donnerstag, 31 Juli 2014 17:29)

    Hallo liebe Interessierten,
    in Kürze werde ich wieder nach Kishumundu reisen, um erneut als Freiwilliger im Tandem mit tansanischen Lehrern an der Schule zu unterrichten. Außerdem möchte ich mir einen aktuellen persönlichen Eindruck von der Entwicklung unserer Partnerschulen machen. Wie bei den vergangenen Aufenthalten schreibe ich tagesaktuell hier auf meinen Internetseiten über die Erlebnisse und Erfahrungen.

  • #2

    michaelbauerde (Freitag, 01 August 2014 13:28)

    Mein Abflug rückt näher und die Geschenke und Materialien sind komplett. Bei meinen Aufenthalt im Sommer 2014 werde ich u.a. ein Projekt "Solarlicht statt stinke Kerosin-Lampen" starten. Neben der Verbreitung von Solarlampen sollen die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Nutzung von Sonnenlicht zur Stromerzeugung erarbeitet werden. Wie bei vorangegangenen Besuchen wird mein unterrichtlicher Schwerpunkt der alltags- und schülerorientierte naturwissenschaftliche Unterricht und die Verwendung moderner Medien im Unterricht sein.
    Sehr gespannt bin ich auf das durch Helfen macht Schule errichtete Jungenwohnhaus und die anderen Weiterentwicklungen der Schule.

  • #3

    Angelika (Montag, 04 August 2014 13:48)

    Hallo Micha, einen guten Flug, einen angenehmen Aufenthalt und komm' gesund wieder. Liebe Grüße aus Berlin Angelika

  • #4

    michaelbauerde (Montag, 04 August 2014 14:07)

    Liebe Angelika,
    herzlichen Dank. Ich kann meine Ungeduld kaum noch bändigen. Aber in wenigen Stunden gehr es zum Glück ja endlich los,

  • #5

    michaelbauerde (Mittwoch, 06 August 2014 10:05)

    Hallo aus Kishumundu!
    Ich bin gut und pünktlich in Tansania angekommen und am Flughafen und von der Schulgemeinde sehr herzlich empfangen worden. Es hat in den sechs Monaten seit meinem letzten Besuch einige Veränderungen gegeben, z.B. haben mehrere Lehrer die Schule verlassen und neue sind gekommen.

  • #6

    michaelbauerde (Freitag, 08 August 2014 08:07)

    Nach der offiziellen Vorstellung und Begrüßung durch die Schulgemeinschaft bin ich am Mittwoch dann noch mit einen neuen Chemiekollegen in einer Stunde mit der Form 1b gewesen. Es ging um die Erzeugung von Wärme im Labor. Die Schüler nannten unterschiedliche Wärmequellen, wie z.B. Spiritusbrenner, Kerzen, Holzkohleofen, elektrische Heizplatten und den Bunsenbrenner.Dann lernten sie den Bunsenbrenner mit seinen verschiedenen Flammen und die Ursache dieser unterschiedlichen Flammenarten kennen. Der Lehrer Hr. Mmbaga achtete im Unterricht immer auf Alltagsbezug und lebendige Gestaltung. Ich wurde in den Unterricht einbezogen, was von den tansanischen Schülern sehr begrüßt wurde.

    Donnerstag, 7.8.2014
    Meine selbst gestaltetten T-Shirts mit aufgedruckten Bildern von früheren Besuchen der Kishumundu Sec. School errregen einige Aufmerksamkeit, vor allem bei den älteren Schülern der Form III und IV. Sie entdecken sich selbst darauf, oder sie erinnern sich an die gezeigte Situation aus den Schullalltag an der sie beteiligt waren. Selbst die Form I und II-Schülern zeigen Interesse, den sie erkennen immer wieder ihnen bekannnte ältere Schüler darauf.
    Viele Schüler kennen die Internetseite ihrer Schule nicht. Daher habe ich sie heute im Computerunterricht den Form III und IV-Schülern vorgestellt. Zum Glück hatte ich sie für den Offline-Gebrauch heruntergeladen, denn immer wieder setzt in der Schule das Internet völlig aus oder wird extrem langsam. Auch andere Nutzungsmöglichkeiten des Internets wurden mittels Beamer vorgestellt (Google Earth, Email, Skype, Wikipedia, Online-Banking …). Auch im Chemieunterricht war ich heute wieder mit von der Partie. Als praktische Übung und Vorbereitung auf die Abschlußprüfung führten die Schüler der Form IV eine qualitative Analyse durch.

  • #7

    michaelbauerde (Freitag, 08 August 2014 08:32)

    Heute ist ein Feiertag. Der normale Schulunterricht entfällt. Statt dessen arbeiten die Schüler auf dem Schulgelände an verschiedenen Projekten, z.B. Gemüseanbau, Sportanlagenbau und im Außenbereich des Jungen-Wohnhauses.

  • #8

    michaelbauerde (Samstag, 09 August 2014 09:06)

    Ich habe Wäsche gewaschen und zum Trocknen draußen auf die Leine gehängt und nun regnet es :-( . Samstag ist es recht ruhig auf dem Gelände. Einige Schüler schreiben allerdings einen Test.

  • #9

    michaelbauerde (Dienstag, 12 August 2014 07:41)

    Am Samstag war ich bei einen Freund zum Mittagessen eingeladen. In der Zeit ohne englischsprachige Übersetzung zeigte er mir das Video von seiner typisch afrikanischen Hochzeit, die zum großen Teil auf dem Schulgelände stattfand. Es war interessant zu sehen, wie die Schule und mir bekannte Mitarbeiter der Schule und der Schulleiter vor 10 Jahren aussahen. Außerdem hatte ich heute erneut die Gelegenheit das typisch afrikanische Familienleben auf dem Land zu beobachten. Auf dem Land wohnen und arbeiten mehrere Generationen zusammen und bestellen ihr Land. Damit wird die Grundversorgung mit Mais, Bananen, Bohnen und anderen Gemüse gewährleistet. Kaffee wird am Kilimandscharo eigentlich nur für den Export angebaut, denn die meisten Tansanier trinken keinen Kaffee, sondern Tee. Die ganze Familie saß zusammen und holte die Maiskörner aus den am Vortag geernteten Maiskolben. Zeitweise gesellten sich Nachbarn auf einen Plausch dazu. Gelegentlich mussten die frei umherlaufenden Hühner und Ziegen von den Maiskörnern vertrieben werden. Alles wurde völlig entspannt in einer gelassenen Geschwindigkeit erledigt.

  • #10

    michaelbauerde (Dienstag, 12 August 2014 07:46)

    Am Montag ging das normale Schulleben wieder los. Ich war mit im praktischen Chemieunterricht (qualitative Analyse) und hatte einem intensiven Gedankenaustausch mit dem Schulleiter. Mit ihm konnte ich auch den weiteren Ablauf und die geplanten Projekte besprechen.
    Neben einer Einkaufstour nach Moshi mit dem LKW der Schule führte ich am Nachmittag eine Schulung zur Gestaltung einer Homepage im Computerraum durch.

  • #11

    michaelbauerde (Mittwoch, 13 August 2014 07:32)

    Heute fand die erste Sitzung des Solar-Projekts statt. Ungefähr 30 Schüler und drei Kollegen haben sich angemeldet und sind erschienen. Nach einer prinzipiellen Erörterung der Ausgangslage in tansanischen Haushalten und einer Einleitung über Solaranlagen habe ich die unterschiedlichen Bauteile einer Solaranlage und ihre Aufgaben vorgestellt und vorgeführt. Dabei habe ich mit den Teilnehmern die Kosten der Kerosinnutzung für einen typischen tansanischen Haushalt errechnet und die Nachteile der Kerosinnutzung erarbeitet. Dann haben wir die Anlage auf dem Dach der Schule mit den vorgestellten LED-Solarlampen mit ihrer modularen Bauweise verglichent. Damit die Schüler das Ganze auch verstehen hat mein Kollege Mr. Nzao die ganze Informationen jeweils in Kisuaheli übersetzt. Nach Einbruch der Dunkelheit habe ich dem Schulleiter und einigen Schülern noch die Leuchtkraft der Lampen vorgeführt. In der nächsten Sitzung werden wir das Projekt weiter erklären und die Grundlagen der Stromerzeugung aus Licht näher beleuchten.

  • #12

    Marion (Mittwoch, 13 August 2014 17:16)

    Hallo Michi,
    es ist wieder sehr schön von dir zu hören, Mutti und ich lesen immer fleißig deine Einträge. Deine Fotos geben uns einen schönen Einblick, weiter so.
    Ist ja toll wie sich dort alles weiter entwickelt.
    Viele Liebe Grüße von uns, auch an Salome und noch eine schöne Zeit in Tansania

  • #13

    michaelbauerde (Donnerstag, 14 August 2014 07:27)

    Hallo Ihr Lieben,
    ich freue mich natürlich, dass Ihr Freude mit meinen Bildern und Berichten habt.

  • #14

    Angelika (Freitag, 15 August 2014 16:01)

    Hallo Michael,
    immer wieder stehen hier im Büro Leute vor Deinem hübschen Kalender und ich erkläre stolz, dass er ein Geschenk von Dir ist und dass Du Dich gerade wieder dort aufhälst. Und natürlich schwärme ich auch von all den guten Taten und dass immer Laptops gesammelt werden. Nun wird im Bekanntenkreis nachgefragt. Vielleicht bringe ich ja beim nächsten Besuch wieder einen mit. Lass' es Dir gut gehen und komm' gesund wieder. Gruß aus Berlin Angelika

  • #15

    michaelbauerde (Freitag, 15 August 2014 19:18)

    Hallo Angelika. Ich sitze mit einer tansanischen Freundin vor dem Laptop und habe Deinen Eintrag gerade übersetzt. Ich soll Dir ein herzliches ASANTE SANA (Vielen Dank) im Namen der Schule für Deine Anstrengungen bestellen :-) . Gerne dürfen sich Deine Freunde auf http://kishumundu.jimdo.com/ und http://kishumundu.jimdo.com/latest-news/ informieren, wer da Danke sagt. Auch für das nächste Jahr wird es einen Kalender geben. Im Herbst kann man ihn auf http://helfen-macht-schule.jimdo.com/ sehen und bestellen.

  • #16

    michaelbauerde (Sonntag, 17 August 2014 07:29)

    Am Donnerstag nachmittag habe ich mit einer Gruppe interessierter Schüler Streichholz-Raketen gebaut. Sie hatte das Foto auf meinen Internetseiten gesehen und wolltten dies unbedingt auch machen. Also habe ich in der Stadt Alufolie besorgt und los ging es. Da die intitialen Konstrukte nicht so gut flogen haben sie dann über Verbesserungen nachgedacht und sie ausprobiert - da springt das Lehrerherz vor Begeisterung. Bei der Gelegenheit habe ich auch noch mit ihnen über den grundsätzlichen Aufbau von Raketen, den Sputnikschock, den Wettlauf ins Weltall, die NASA und die Apollomissionen gesprochen. Sie wußten allerdings von keinem dieser bedeutsamen Ereignisse der neueren Geschichte.
    Am Freitag wurde ich zur Verabschiedung eines Kollege eingeladen. Schon wieder hat ein Lehrer die Schule verlassen!
    Samstag haben die Schüler wieder auf dem Schulgelände gearbeitet. Am Jungenwohnhaus wurden die Geländearbeiten zur Einebnung der Umgebung abgeschlossen.

  • #17

    michaelbauerde (Sonntag, 17 August 2014 07:40)

    Inzwischen ist Halbzeit meiner Reise. Ich habe festgestellt, dass dieses Jahr das Wetter deutlich anders ist als in dne zwei Jahren zuvor. Der Himmel ist oft stark bewölkt und die Sonne scheint selten. Es regnet eins, zweimal pro Woche. Die Regenzeit war sehr ergiebig, Die Juli/August/September-Trockenzeit hat also noch nicht wirklich begonnen. Vielleicht sind dies Fernwirkungen des El Nino 2014. Bei starken El Nino 1997 hatte sich auch Teile des indischen Ozean stärker erwärmt und für mehr Wolken und Regen an der Ostküste Afrikas bewirkt. Heute scheint aber schon am Morgen die Sonne. Dies war selten in den letzten Tagen.

  • #18

    michaelbauerde (Montag, 18 August 2014 09:22)

    REGEN! In der Nacht und auch noch am frühen Morgen. Gegen 8 Uhr hört es auf, aber die Erde ist gut durchfeuchtet und alle Wege sind sehr schlammig. Gegen 9.30 bis 10.15 Uhr Stromausfall. Der erste längere seit ich hier bin.

  • #19

    michaelbauerde (Mittwoch, 20 August 2014 07:44)

    Gestern begleitete ich eine Englischkollegin in ihren Unterricht der Form I. Verwandtschaftsbeziehungen und die Betitelung der jeweiligen Verwandten wurde auf moderne Art mit beidseitig beschriebenen Tafeln gelernt udn dann mittels Familienstammbaum geübt. Außerdem fand die zweite Sitzung des Solarprojektes statt. Wir haben über den Preis, die Vorteile, die Bezahlungsmodalitäten und die Entlohnug des Verkäufers gesprochen. Außerdem habe ich die Dinge erklärt, auf die geachtet werden muss, z.B. reinigen der Solarzellen, richtiger Winkel hier im Gebiet nahe des Äquators und warum die Vermeidung von auch nur teilweiser Beschattung so wichtig ist. Dafür haben wir die Erreichung von 12 V durch Serienschaltung der jeweils 0,5 V liefernden Zellen (analog zu den 4,5 V aus drei AAA-Batterien durch Serienschaltung in der mitgebrachten Flachbatterie) und die Charakteristika dieser Schaltungsart am Beispiel von seriell geschalteten Glühlampen gelernt: fällt eine aus, gehen alle aus. Ist eine Solarzelle beschattet, dann fällt die Leitfähigkeit des ganzen seriell geschalteten Verbunds --> deutlich geringere Stromausbeute. Dummerweise hatten wir während des Treffens Stromausfall, so dass meine vorbereitete Powerpoint-Präsentation nicht zum Einsatz kam.
    Anschließend habe ich die bestehenden Schüler-Unterkünfte besichtigt.

    Heute schreiben alle Schüler eine Prüfung. Normaler Unterricht findet nicht statt. Am Nachmittag findet das Solarprojekt statt, da auch nächste Woche am Dienstag noch einmal Prüfungen sind.

  • #20

    michaelbauerde (Donnerstag, 21 August 2014 21:03)

    Ich glaube die Trockenzeit beginnt nun vielleicht doch noch. Sie ist nämlich nicht nur durch fehlende Regenfälle gekennzeichnet, sondern erfahrungsgemäß auch durch häufige Stromausfälle. Gestern hatten wir längere Zeit keinen Strom. Abends, über Nacht und am Morgen gab es dann nur so geringe Spannung, dass nur eine Lampe schwach leuchtete und alle anderen Geräte und Lampen versagten. Dann kurze Besserung, bevor den ganzen Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder Blackout war.
    Das Solarprojekt hat heute seine erste Lampe an einen der Schüler und Solarscouts verkauft. So gesehen sind die Stromausfälle dann wiederum hilfreich :-) . Das Solarprojekt bekommt gerade auch eine Homepage, siehe http://kishumundu1.jimdo.com/ .

  • #21

    michaelbauerde (Samstag, 23 August 2014 13:11)

    Wieder einmal Stromausfall. Wir sind mitten in den Vorbereitungen für eine Safari in den Tarangire-Nationalpark. Ich habe einige Lehrer, Mitarbeiter der Schule und eine Busladung der sich besonders für die Schule engagierenden Schüler zu einen Tagesausflug dorthin eingeladen. Wegen der langen Fahrt (4-5 Std.) ist Aufstehen um 4 Uhr angesagt, damit wir vor Ort dann genug Zeit für die Tierbeobachtungen haben. Einige der Teilnehmer sind laut Aussagen von Insidern schon ganz aufgeregt.

  • #22

    michaelbauerde (Montag, 25 August 2014 12:15)

    Wir haben alle den Ausflug gut, aber letztendlich ziemlich müde überstanden. Meine tansanischen Begleiter haben die Unternehmung genossen und auch ordentlich etwas zu sehen bekommen, siehe Fotos unten und auf http://kishumundu.jimdo.com/latest-news/ . Insgesamt ein gelungene Safari, die mir und den anderen Teilnehmern viel Freude bereitet hat.

  • #23

    michaelbauerde (Donnerstag, 28 August 2014 09:40)

    Die letzten Tage sind rasend schnell vergangen. Die Schüler schreiben diese Woche ständig Tests. Mit meinen Kollegen Mr. Mmbaga habe ich in beiden Form I-Klassen die Unterrichtseinheit Aufbau der Materie und Aggregatzustände unterrichtet. Die Solarprojektgruppe traf sich noch einmal zur Besprechung von potenziellen Störungen im Betrieb der Solarlampen und ihrer Behebung. Ich habe außerdem die Klassenfotos großformatig ausgedruckt und für die Schüler zur Ansicht ausgehängt und neue Fotos der Lehrer und Mitarbeiter für die Internetseiten gemacht. Heute heißt es Abschied nehmen, denn morgen früh um 4 Uhr fliege ich heim.

  • #24

    michaelbauerde (Samstag, 30 August 2014 09:51)

    Ich bin gut, aber sehr müde aus Tansania zurückgekehrt. Am Donnerstag fand vor einem von mir spendierten gemeinsamen Mittagessen der gesamten Schulgemeinde eine nette Verabschiedung statt. Ich hatte stellenweise vor Rührung mit feuchten Augen zu kämpfen!
    Meine Abfahrt in Kishumundu fand am Freitag bereits um 1 Uhr morgens statt, damit ich den Abflug um 4 Uhr schaffe. Dadurch hatte ich gestern bei der Ankunft am Nachmittag ein bisschen Schlafdefizit, denn in den doch recht unbequemen Flugzeugensitzen der Touristenklasse kann ich nicht gut schlafen. Heute packe ich in Ruhe meine Koffer aus, wasche meine Dreckwäsche luxiorös mit der vollautomatischen Waschmaschine und geniesse auch sonst wieder die vielen Annehmlichkeiten unseres Lebens in Deutschland.

Bilder

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Weitere Bilder gibt es unter den folgenden Blogs und auf der Bilder und Filme Sonderseite.

 

Weitere Bilder und Filme gemischt von allen Besuchen gibt es hier.

Moshi-Blog der Weihnachtsferien 2013/2014 (3. Reise)

Please apologize! The Blog is written in german, but the pictures and movies that are displayed below the Blog and here are "multilingual" in telling my impressions and the fascination I experienced in Tanzania.

Kommentare: 13 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    michaelbauerde (Sonntag, 29 Dezember 2013 04:37)

    Ich bin gut in Tansania angekommen und habe doch tatsächlich bereits am zweiten Tag in Tansania in Moshi durch Zufall einen Bekannten getroffen:

    Patrick Lyakurwa,

    einer von den zwei diesjährigen Helfen macht Schule-Gästen in Deutschland. Wir wollten beide das gleiche Dalla-Dalla nehmen. Er war so überrascht, dass er mich erst gar nicht richtig erkannt hat.
    Ansonsten ist es hier knackig heiß, so dass das abendliche Einschlafen nicht ganz einfach ist. Tagsüber schwitze ich gewaltig, denn ich bin körperlich ja schon auf deutsche Wintertemperaturen eingestellt.
    Verglichen mit den Besuchen im deutschen Sommer (tansanischer Winter) ist es hier zur Zeit auch in der Ebene recht grün. In Kishumundu ist es ohnehin immer schön grün. Dafür sorgt das Wasser vom Kilimandscharo. Einige Bäume blühen zur Zeit in einer wundervoll roten Farbe.
    Meine Gastgeber hatten meinen Besuch niemanden angekündigt, so dass es immer wieder zu freudiger Überraschung und sehr herzlicher Begrüßung kommt. Die Schule ist wegen der Ferien sehr leer und ruhig. IIn der Zeit zwischen Weihnachten und Sylvester besucht man in Tansania die Familie in der Heimat. Immer wieder schauen daher zur Zeit ehemalige Schüler in der Schule vorbei und sagen Hallo zu Salome Mungure (Sekretärin) und James Kiwara (Schulleiter), die beide auch zwischen den Jahren arbeiten.

  • #2

    michaelbauerde (Montag, 30 Dezember 2013 05:27)

    Am gestrigen Sonntag habe ich einen Waschtag gemacht und die Ruhe auf dem Gelände genossen. Am Nachmittag habe ich mit Salome Mungure eine befreudete tansanische Familie besucht. Zusammen mit dem tansanischen Freund habe ich die mitgebrachte kleine solarbetriebene Lichtanlage in seinem Haus installiert. Die gemeinsame Arbeit hat viel Spaß gemacht und ging zügig von der Hand. Oft verstanden wir uns dabei auch ohne Übersetzung aus der Situation heraus, aber Salome hatte trotzdem noch einiges an Übersetzungsarbeit zu leisten. Dabei hat sie noch Zeit zum fotographieren gefunden. Der Abend wurde ein bisschen länger als geplant, da wir nach dem gemeinsamen Abendessen noch im nun beleuchteten Wohnzimmer zusammen saßen.

  • #3

    michaelbauerde (Montag, 30 Dezember 2013 07:13)

    Falls sich jemand über die Uhrzeit zeim Blog wundert: In Tansania ist man zwei Stunden voraus und es wird gegen 6.30 Uhr Ortszeit hell. Außerdem funktioniert morgens die Internetverbindung am besten und Strom ist meist auch noch vorhanden. Tagsüber und abends bekomme ich dies oft nicht geboten.

  • #4

    Birgit (Montag, 30 Dezember 2013 17:14)

    lieber M ichael,
    Als stolzer besitzer eines ipad air (geschenk meiner kinder zu weihnachten) kann ich nun überall surfen. Deshalb sende ich gleich auch an dich herzliche grüsse vom heimischen kaminfeuer, denn bei uns ist es nicht so kuschelig warm.......
    Übrigens hatten wir in sexten über einen tag stromausfall. Da wäre manchen eine autarke stromversorgung lieb gewesen. Alllerdings lagen die solarmodule unseres nachbarn unter etwa einem halben meter nassem neuschnee, den er erst mühsam hinunterschippen musste. Das kann einem in afrika schwerlich passieren!
    Viel spass bei der safari

  • #5

    michaelbauerde (Dienstag, 31 Dezember 2013 07:57)

    Gestern habe ich in Begleitung von Salome Mungure einen Wiederholungsbesuch bei der Schülerin und ihrer Familie gemacht, die ich erstmalig im Sommer 2013 zusammen mit Fr. Dominik besucht hatte. Wir haben nachträglich frohe Weihnachten gewünscht und unsere Hoffnung auf ein gutes Jahr 2014 voller schulischer Erfolge kund getan. Ich habe Papierabzüge der Bilder vom Sommerbesuch übergeben, die große Freude und viel Lachen beim gemeinsamen Betrachten verursacht haben. Zum Abendessen war ich bei Familie Kiwara eingeladen. Wir haben interessante Gespräche rund um die Arbeit in der Schule geführt.

  • #6

    michaelbauerde (Mittwoch, 01 Januar 2014 09:28)

    Ich habe mit eienm tansanischen Freund die Installation seiner Solaranlage perfektioniert. Außerdem kam gestern die von mir vorgestern besuchte Schülerin mit einem Geschenk vorbei. Wir haben bei der Gelegenheit bei mir der Wohnung zusammen Mittag gegessen. Sie und ihr Bruder haben mit viel Interesse und lachen weitere Bilder vom Sommerbesuch betrachtet.


    Allen Lesern ein GUTES NEUES JAHR!

    In Tansania geht man zum Jahreswechsel nachts in die Kirche und / oder feiert in der Familie. Aus allenTeilen des Landes reist man dazu in die Heimat. Auch hier wird das neue Jahr mit Feuerwerk begrüßt. Von Kishumundu hat man einen guten Blick auf die Stadt Moshi, so dass wir es gui beobachten konnten. Die Kinder in Kishumundu können sich natürlich keine Böller leisten. Sie haben sich aus Streichhölzern und Schussmaschine eigene Knallmöglichkeiten geschaffen, um beim Feuerwerk mitzumachen. Außerdem wird das Neue Jahr mit hämmern auf Gegenständen und besonderen Gesängen begrüßt.

  • #7

    michaelbauerde (Mittwoch, 01 Januar 2014 15:29)

    Morgen am 2.1. fahren wir auf Safari in die Serengeti und verschiedene Nationparks. Möglicherweise kann ich dann für ein paar Tage mangels Netz nichts schreiben - SORRY!

  • #8

    michaelbauerde (Dienstag, 07 Januar 2014 05:12)

    Am gestrigen Nachmittag sind wir von unserer Safari-Reise in die Serengeti zurückgekehrt. Wir haben eine Menge Eindrücke und sehr staubige Schmutzwäsche zu verarbeiten. Nach zwei Tansaniaaufenthalten im tansanischen Winter (Juli 2012 und 2013) war es für mich absolut faszinierend, die sonst sehr trockenen, gelb-braun verbrannten Landschaften im frischen Grün zu sehen. Sowohl im Tarangire-Park, als auch im Ngorongoro-Krater und der Serengeti gab es ausreichend Wasser. In einigen Bereichen der Serengeti waren die Wege sogar so schlammig, dass sich unser Geländewagen mit Vierradantrieb einmal kurzzeitig festgefahren hatte. Andere Bereiche waren bereits wieder staubtrocken, aber noch immer weitgehend grün. Ebenfalls eine tolle Erfahrung war es zu sehen, dass die Baobab-Bäume auch Blätter haben können. Bei meinen bisherigen Besuchen waren sie immer laublos gewesen und hatten dadurch ihr sehr typisches knorriges Erscheinungsbild gezeigt..

    Im Tarangirepark haben wir diesmal überhaupt keine Zebras und Gnus und nur sehr wenige Antilopen und Gazellen zu sehen bekommen. Dafür haben wir sie dann in der Serengeti an manchen Stellen in unglaublich großen Gruppen wandernd vorgefunden. Andere flächenmäßig große Bereiche der Serengeti waren zeitgleich nahezu völlig tierfrei, abgesehen von ein paar Vögeln und Kleintieren. Was es so alles zu sehen gab zeigen die Bilder des Blogs weiter unten.

  • #9

    michaelbauerde (Dienstag, 07 Januar 2014 05:18)

    Eine weitere tolle Erfahrung war die Übernachtung in einer Zelt-Lodge. Wir waren den Tieren dadurch auch nachts sehr nahe. So konnten wir einige Tiere wie Giraffen, Antilopen, Schakale und viele Vögel direkt vom amp aus beobachten. Als dann abends ein Löwe brüllte und beim zweiten Brüllen sogar deutlich näher am Camp war war uns allerdings schon ein bisschen unheimlich zu mute.

  • #10

    Angelika (Mittwoch, 08 Januar 2014 12:44)

    Hallo Michael, schön zu hören, dass Dich die Löwen nicht verspeist haben. Der hübsche Kalender ziert unser Büro, so dass er deutlich mehr Bewunderer hat, als in meiner bescheidenen Hütte. Komm' gesund wieder.
    Liebe Grüße aus dem frühlingshaften Berlin
    Angelika

  • #11

    Marion Juraschek (Mittwoch, 08 Januar 2014 17:40)

    Hallo Michi,
    Mutti und ich haben uns eben deinen Blog durchgelesen, deine Liebe und Begeisterung für Afrika ist absolut zu spüren. Die Fotos sind fantastisch, wirklich wunderschöne Bilder.
    Deine Freude über eine leuchtende LED ist echt süß :).

    Wir wünschen dir an deinem letzten Urlaubstag in Afrika viel Freude.
    Mutti und Marion
    P.S. Melde dich bitte wenn du abgeholt werden möchtest.

  • #12

    michaelbauerde (Mittwoch, 08 Januar 2014 20:17)

    Liebe Angelika, Schwester und Mutti,
    es freut mich natürlich außerordentlich, dass mein Blog, die Fotos und der Helfen macht Schule-Kalender so große Zustimmung finden.

    Eine Anmerkuing zur Solaranlage: Ihr hätte die Freude und die Augen der Familie erleben müssen, die nun abends nicht mehr mit stinkenden, wenig Licht erzeugenden Kerosinlampen herumhantieren müssen. Das war eine ungeheuer große Freude für mich. Selbst wir Erwachsenen haben wie die Kinder ungeduldig auf die Dunkelheit gewartet, um dann den Beleuchtungseffekt der Lampen zu bestaunen. Heute haben wir die Anlage mit in Moshi gekauften Material noch einmal ausgebaut, da sie ein paar mehr LED-Lampen verkraftet. Dadurch ist es nachts um das Haus herum und in der Küche nicht mehr stockdunkel. Da wir die Anlage zusammen aufgebaut haben, kann der Hausbesitzer sie selbstständig weiter erweitern. Demnächst werden Bad und Toilette eine Leuchteinheit bekommen.

  • #13

    michaelbauerde (Donnerstag, 09 Januar 2014 17:50)

    Heute sind immer mehr Lehrer in der Schule eingetroffen, denn am Dienstag geht hier der Unterricht der neu eingeschulten Schüler los. Am Montag der folgenden Woche folgen die anderen Klassen.
    Ich musste heute bereits von vielen der afrikanischen Kollegen und Freunden Abschied nehmen, denn ich verlasse morgen relativ früh die Schule um gegen 8 Uhr meinen Flieger nach Deutschland zu besteigen. Zwei tolle Wochen gehen zu Ende und der Abschied fällt wirklich schwer!
    Am Montag geht es weiter mit dem Unterrichten an meiner Schule.

Bilder zum Moshi-Blog der Weihnachtsferien

Bilder vom Besuch: Klicken auf ein Bild öffnet ein vergrößerte, vollständige Ansicht des Bildes. Bilder von früheren Besuchen im tansanischen Winter im Juli 2012 und 2013 gibt es hier und auf den Internetseiten von Helfen macht Schule

 

LINKTIPP: Tansania im Winter und Sommer in meiner vergleichenden Bildergalerie

Weitere Bilder gibt es unter den folgenden Blogs und auf der Bilder und Filme Sonderseite.

Moshi-Blog Sommer 2013 (2. Reise)

Kommentare: 14 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    michaelbauerde (Montag, 20 Mai 2013 09:23)

    Ich bin schon in großer Vorfreude auf das Wiedersehen mit den Freunden, Kollegen und Schülern in Kishumundu. Ich bin gespannt auf die Veränderungen seit meinem Besuch im letzten Sommer! Meine Ungeduld und Sehnsucht wird nur durch regelmäßige Chat-Gespräche und Email-Austausch mit den dortigen Freunden gelindert. Wie letztes Jahr werde ich hier wieder über meine Erlebnisse und Erfahrungen bloggen.

  • #2

    michaelbauerde (Samstag, 06 Juli 2013 11:40)

    Heute geht es los. Mein nächster Eintrag kommt aus Kishumundu (Tansania).

  • #3

    michaelbauerde (Donnerstag, 11 Juli 2013 16:53)

    Nach einem entspannten Flug mit toller Sicht auf den Kilimandscharu und Mount Meru (siehe Fotos) bin ich gut in Kishumundu angekommen. Zu meiner grossen Freude sind meine afrikanischen Gastgeber unveraendert herzlich und haben mir einen sehr warmen und freundlichen Empfang bereitet. Allerdings hat sich sonst in dem einen Jahr seit meinem letzten Besuch recht viel getan. Ein zweiter Anbau (rechte Seite) am Maedchenhaus ist ungefaehr soweit fortgeschritten wie der erste Anbau (linke Seite) bei meiner Ankunft im letzten Jahr. In Kuerze wird das Dach betoniert. Beim ersten Anbau ist der Rohbau fertig. Ein neues Toilettenhaus fuer die Jungen ist kurz vor der Vollendung und das Jungenhaus macht gute Fortschritte (siehe Fotos). Das sehr stabil im Boden des abhaengigen Gelaendes verankerte Fundament ist fast fertig und bald wird der Boden betoniert.
    Der schuleigene LKW ist wie erwartet eine grosse Hilfe bei den Bauarbeiten und der Versorgung der Schulgemeinde und die Internetverbindung zeigt sich schnell genug fuer ordentliches Surfen und erlaubt sogar Videotelefonate.

    Leider war laut Provider die Internetverbindung zwischen Arusha und Moshi unterbrochen, so dass am Dienstag und Mittwoch erst einmal nichts mehr funktionierte. Erst nach Reparatur werde ich Bilder und diesen Eintrag hochladen koennen. Am Mittwochbwurde das Dach den zweiten Anbaus am Maedchenhaus betoniert. Ich hatte voll das Deja Vue-Erlebnis, denn genau diesen Vorgang konnte ich letztes Jahr beim ersten Anbau erleben. Es wurde bis spaet abends schwer gearbeitet.

    Einer meiner Partner vom letzten Jahr, Hr. Kira, hat die Schule gewechselt. Nichts desto trotz habe ich heute zusammen in alter Manier mit dem neuen Chemie- und Physiklehrer Mr. Shaban eine Chemie-Doppelstunde zum Aufbau des Periodesystems in der Form II gehalten. Die Klasse kennt mich noch gut aus dem letzten Jahr. Mir hat es Spass gemacht und den Schuelern wohl auch. Meine mitgebrachten Filmchen und der Beamer erwies sich als aeusserst hilfreich, als es um die Eigenschaften der Elemente der ersten Hauptgruppe ging.

  • #4

    michaelbauerde (Donnerstag, 11 Juli 2013 16:56)

    Heute wurde endlich die Internetverbindung wieder hergestellt. Ausserdem gab es am Nachmittag Kino in der Schule. Die Schueler haben sich AVATAR ausgsucht und in der Versammlungshalle angesehen. Zuvor wurde morgens noch schnell eine Wand als weisse Projektionsflaeche hergerichtet.

  • #5

    michaelbauerde (Freitag, 12 Juli 2013 18:48)

    Heute sind einige der Schueler zur Maisernte gefahren. Am Nachmittag gab es dann Sport. Einige der Jungen haben Fussball gespielt, einige der anderen Schueler haben Frisbee oder Federball gespielt. Ich habe einigen der Schuelern und Lehrern eine Videotelefonat mit Skype vorgefuehrt. Die Verbindung ist so gut, dass wir problemlos mit Bilduebertragung von einem Computer zu einem anderen Computer an der Kishumundu Sec. School telefonieren konnten. Allerdings ist zur Zeit seit 19:10 Uhr Stromausfall und wir laufen auf Solarstrom. Wie lange dies funktionieren wird weiss keiner so genau.

  • #6

    michaelbauerde (Freitag, 12 Juli 2013 18:50)

    REM: Tansania Zeit ist deutsche Sommerzeit plus eine Stunde. Hier ist also gerade 19:50 Uhr

  • #7

    Angelika (Sonntag, 14 Juli 2013 08:32)

    Hallo Michael, habe gerade mit Interesse Deine Eintragungen gelesen. Ich hoffe, die Schlepptopps sind gut angekommen und sind auch zu gebrauchen. Ich wuensche Dir noch viel Erfolg und Freude bei Deinem Aufenthalt und komm´ gesund wieder.
    Liebe Grüße aus Berlin
    Angelika

  • #8

    michaelbauerde (Sonntag, 14 Juli 2013 10:52)

    Liebe Angelika,
    vielen Dank fuer die Laptops von meinen tansanischen Freunden!

    Der Stromausfall am Freitag war nur kurz und wir konnten ein Skype-Videogespraech mit Hr. Sommer fuehren, der heute mittag mit der HELFEN MACHT SCHULE-Gruppe hier in Tansania eintreffen wird. Gestern war es morgens stark bewoelkt und es ist tatsaechlich ein kleines bisschen Regen gefallen. Oft klart es im Laufe des Tages immer staerker auf und abends ist es oft sehr schoen. Vorgestern zum Beispiel war es so. Auf dem Schulgelaende ist es am Samstag relativ ruhig. Samstags findet nur manchmal Unterricht statt, der oft ein freiwilliges Angebot darstellt und Nachhilfecharakter hat. Die hier wohnenden Boardingschueler waschen ihre Waesche, raeumen ihre Zimmer auf etc.
    Jetzt am Sonntag morgen sind die Schueler in der Kirche. Es ist sehr ruhig auf dem Gelaende. In Kuerze fahren wir los zum Flughafen.

  • #9

    michaelbauerde (Donnerstag, 18 Juli 2013 09:19)

    Seit meinem letzten Eintrag ist einiges geschehen. Am Sonntag kam die Gruppe von Helfen macht Schule in Tanzania an. Allerdings mit erheblicher Verspaetung. Wir durften lange Zeit warten, denn auch 1,5 Stunden nach der durch Anruf eines Gruppenmitglieds aus Addis Abeba verschobenen Ankunftzeit (15.30 Uhr) ist von Flug 815 der Ethiopian Air immer noch nichts zu hoeren oder zu sehen. Information der Abholer am Flughafen - absolute Fehlanzeige. Um 19.10 Uhr landet die Maschine endlich und gegen 20.30 uhr wird die Gruppe durch die tanzanischen Abholer und mich herzlichst empfangen.

    Am Montag fuhren wir zur Nsoo Secondary School. Es ist der Weg zum groessten Krankenhaus und Tschiboplantage Die Nsoo Sec. School empfaengt uns freundlich. Die Schule ist gut ausgebaut und bietet ihren Schuelern und Lehrern viel. Wir gehen in Kleingruppen mit in den Unterricht und schauen uns die gesamte Schulanlage der am Fusse des Kilimandscharu gelegenen Schule einschliesslich Feldern und Viehhaltung an. Ausserdem informieren wir uns bei einer Fuehrung auf der nahe gelegenen Tschiboplantage ueber die Kaffeeherstellung und -verarbeitung.

    Ansonsten haben wir in den vergangenen Tagen zur „Aklimatisierung“ die verschiedenen farbenfrohen Maerkte von Moshi erkundet und den Eingang zur Kilimandscharu-Besteigung, das Morango-Gate, besucht.

  • #10

    Birgit und Rainer (Samstag, 20 Juli 2013 08:23)

    Lieber Michael,
    bei fast afrikanischen Temperaturen tagsüber wünschen wir dir aus den fränkischen Trockengebieten viel Freude und Freunde in Tansania!
    (Meine Kartoffeln verkümmern und auch Äpfel gibt es dieses Jahr nicht)
    Wir bewundern dein Engagement in Ferienzeiten und hoffen, daß du gesund und erholt zurückkehrst!
    Birgit und Rainer

  • #11

    michaelbauerde (Freitag, 26 Juli 2013 09:04)

    Mangels Internetverbindung kann ich erst jetzt ueber die vergangenen Tage berichten.

    Am Samstag nachmittag waren wir zu Gast bei von HELFEN MACHT SCHULE unterstuetzten Schuelern. Wir konnten uns persoenlich davon ueberzeugen, dass die Unterstuetzung erforderlich ist. Die Schueler leben teilweise unter sehr erschreckenden Bedingungen, die fuer uns absolut unvorstellbar sind. Trotzdem sind sie meist gut gelaunt und froehlich. Teilweise ist eine Verbesserung der Lebensbedingungen schon durch geringe Aufwendungen moeglich, z.B. durch Anschaffung einer Decke, damit der | die Schueler(in) im Winter nachts nicht friert und gut schlafen kann.

    Am Sonntag waren wir in der Kirche und anschliessend beim Schulleiter der Kishumundu Secondary School, Hr. James Kiwara, und seiner Frau zu einem koestlichen Essen eingeladen. Zur Unterhaltung fuehrte eine lokale Musikgruppe typische Chaggalieder und -taenze auf. Die Chagga sind der hauptsaechlich am Kilimandscharu lebende Stamm.

    Die naechsten Tage verbrachten wir auf Safari in den Tarangirepark, Ngorongorokrater, Lake Manyara- und Arusha-Nationalpark. Wir haben viele Tiere in ihrem natuerlichen Lebensraum beobachten koennen. In einem Massaidorf am Kraterrand im Ngorongoro-Schutzgebiet wurden wir ueber die Lebensart und Braeuche dieses Stammes informiert. Heute am Freitag feiern wir zusammen mit unseren tansanischen Freunden eine Abschiedsparty, denn morgen reisen wir nach Sansibar weiter.

  • #12

    michaelbauerde (Freitag, 26 Juli 2013 09:06)

    Liebe Birgit und lieber Rainer,
    vielen Dank fuer die guten Wuensche. Alles prima hier. Michael

  • #13

    michaelbauerde (Mittwoch, 31 Juli 2013 20:03)

    Der Grossteil der Reisegruppe ist heute nachmittag puenktlich ( etwas Ehrenrettung fuer die Ethiopian Air )aus Sansibar / Tansania in Frankfurt zurueckgekehrt. Sansibar mit seinen tollen Straenden, guten Hotelanlagen und dem Indischen Ozean war ein diesmal vor allem touristischer, schoener Ausklang unserer Fahrt. Wir haben einiges erlebt - mehr dazu zu einem spaeteren Zeitpunkt. Frische Bilder und Filmchen folgen schnellstmoeglich.

  • #14

    helfen-macht-schule (Donnerstag, 01 August 2013 14:56)

    Zusätzliche Bilder von der Reise gibt es auf den Internetseiten von HELFEN MACHT SCHULE (helfen-macht-schule.jimdo.com) auf der Unterseite Berichte und Bilder.

Bilder und Filme zum Blog

Fahren sie mit der Maus über ein Bild für eine Erläuterung. Klicken auf ein Bild führt zur vergrößerten Darstellung.

Festlicher Empfang bei den Kiwaras: Dear James and Rachel! Thank you for this wonderful and impressive afternoon!


Weitere Bilder gibt es unter den folgenden Blog und auf der Bilder und Filme Sonderseite.

Moshi-Blog Sommer 2012

Im Sommer 2012 war ich zum ersten Mal in Tansania. Zusätzlich zum Unterrichten nutzte ich die Zeit um zusammen mit dem tansanischen IT-Lehrer Frank Sanka die Internetseiten der Kishumundu Secondary School zu erstellen.

Kommentare: 26 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    michaelbauerde (Sonntag, 03 Juni 2012 08:24)

    Noch etwas über 4 Wochen bis zur Abreise nach Moshi. Ich stecke voll in den Aufgaben des Schuljahrendes, z.B. Lernkontrollen korrigieren und Noten feststellen. Nebenher laufen die Vorbereitungen für die Reise. Die formalen Voraussetzungen, z.B. Flugbuchung, Visum, Impfungen ... für die Reise sind zum Glück alle schon erledigt.

  • #2

    michaelbauerde (Mittwoch, 04 Juli 2012 08:48)

    Endlich geht es los. Mein nächster Eintrag kommt aus Tansania! Ich bin schon in großer Vorfreude, voller Neugier und schwer beladen. Zum Glück darf man bei Aethopian Air 2 x 23 kg Gepäck und 7 kg Bordgepäck mitnehmen!

  • #3

    michaelbauerde (Dienstag, 10 Juli 2012 10:07)

    Hallo aus Moshi,

    ich bin gut im Kishumundu eingetroffen und sehr herzlich empfangen worden. Die ersten Stunden mit mir als Beobachter haben stattgefunden. Es gibt allerdings noch ein Problem mit Zugang zum Blog. Ich arbeite daran!

  • #4

    michaelbauerde (Donnerstag, 12 Juli 2012 07:55)

    Hallo,
    ich fuehle mich sehr wohl und habe inzwischen viele Unterrichtsstunden angesehen. Die Schueler hier sind sehr diszipliniert. Ich habe noch nie so wenig Unterrichtsstoerungen erlebt, wie in den Stunden hier. Und dies, obwohl der Unterricht meist lehrerzentriert stattfindet und die Schueler nur zuhoeren duerfen!

  • #5

    michaelbauerde (Freitag, 13 Juli 2012 18:33)

    Ab heute werde ich regelmässig schreiben, denn ich habe einen mobilen Internetzugang über UMTS-Modem für mein Netbook erworben. Ja, richtig gelesen! Im kleinen Dorf Kishumundu am Kilimanscharu in Tansania kann man ohne Probleme und preiswerter als in Deutschland üblich ins Internet kommen. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist OK. Das hatte ich im Leben nicht erwartet und es hat mir auch keiner der hier bereits früher hergereisten Kollegen erzählt, sonst hätte ich mein UMTS-Modem aus Deutschland mitgebracht. Überhaupt sind die Tansanier bezüglich Mobiltelefonie bis auf die Verwendung von Smartphones nahe am europäischen Standard.

    Die erste Schulwoche ist vorbei udn ich habe eine Menge Eindrücke zu verarbeiten. Die Tansanier sind mir sehr freundlich begegnet und reagieren hier im Dorf sehr erfreut und interessiert. Auch in Gesprächen mit Kollegen wurde ich viel über das Leben und zum Leben als Lehrer in Deutschland gefragt. Die Schüler sind teilweise noch etwas schüchtern, aber ich bin in einigen Klassen dabei diese schüchterne Zurückhaltung zu durchbrechen.

    Ich werde jetzt noch ein paar Bilder hochladen. Viel Vergnügen beim anschauen!

  • #6

    michaelbauerde (Samstag, 14 Juli 2012 07:33)

    In der ersten Woche hat es morgens oft geregnet. Im Laufe des Tages klarte es dann auf und am Nachmittag und Abend schien oft die Sonne. Regen macht die sonst staubigen Strassen und Wege zu rutschigen Schlammpisten. Der rote Schlamm hängt sich natürlich auch an die Schuhe und wird in der Schule überall hineingetragen - insgesamt sehr lästig. Und von der Kleidung ist er mit der hier überall erzwungenermaßen praktizierten Handwäsche natürlich auch nur mit großem Kraftaufwand zu entfernen. Eine harte Herausforderung für einen Waschmaschinenverwöhnten Europäer!

  • #7

    michaelbauerde (Sonntag, 15 Juli 2012 08:57)

    Gestern bin ich mit dem DalaDala und lieber Begleitung zum Morangu-Gate gefahren. Dort beginnen und enden die Besteigungen des Kilimandascharu über die Morangu-Route. Die Berge waren allerdings einmal mehr in Wolken gehüllt. Zu dieser Jahreszeit scheint mir eine teure Kili-Besteigung Geldverschwendung, da an der Hauptzahl der Tage tolle Ausblicke usw. nicht möglich sein werden. Stattdessen wird man im Nebel/Wolken herumtapsen. Ein DalaDala ist ein Kleinbus, der hier mit extrem vielen Menschen beladen wird. 20 Fahrtgäste sind keine Seltenheit. In einem PKW (zugelassen für fünf Personen) werden zwecks besserem Verdienst gerne mal 7 Personen transportiert. Dafür ist die wenig bequeme Fahrt sehr preiswert. Auf längere Strecken ist eine DalaDala-Fahrt allerdings sehr ermüdend. Nichts desto Trotz haben ich den Ausflug in die Berge genossen. Wir haben mit einem lokalen Bergführer eine nette Wanderung zu einem Wasserfall gemacht. Dieser war sein Geheimtipp und tatsächlich waren keine Touristen zu sehen. Stattdessen viele kleine Kinder, die am Wasser gespielt haben und mich neugierig beäugt haben. Auch die Einheimischen auf dem Weg zum Wasserfall waren alle sehr freundlich. Insgesamt ein gelungener Ausflugstag.

    Heute morgen bin ich dann früh aufgestanden, um mit meinem Kollegen Mr. Nzao um 7 Uhr in die Kirche zu begleien. Diese war brechend voll mit Erwachsenen! Auch die zwei folgenden Messen mit den Kindern und den Jugendlichen werden gut besucht sein! Die Messe war sehr interessant. Die Kirchenmusik ist erfreulich anders als in Deutschland, mit viel mehr Schwung.

  • #8

    Birgit Esslinger (Montag, 16 Juli 2012 18:34)

    Lieber Michael,
    nach vergeblicher Suche in deinen mails habe ich deine website im internet gefunden (über 20 Mio Treffer, u.a. eine Michael Bauer Schule und ein Michael Bauer, Friseur in Langenselbold!)
    Wir denken an dich und freuen uns über Berichte aus einer ganz anderen Schulwelt. Heute habe ich 3h in der Schule verbracht wegen der Einführung von Smart boards oder White boards oder wie die Dinger heißen. Ich befürchte aber, es wird die Motivation unserer Schüler nicht steigern..........
    Wegen des wechselhaften Wetters (tropische Regengüsse abwechselnd mit kurzen sonnigen Phasen) schieben wir geplante Alpenwanderungen von Woche zu Woche. eine Fahrt ins Gebirge ist einfach zu aufwendig. Dafür zieht es uns öfters nach Guntersrieth, um nach den Gedeihen der Kartoffeln zu schauen oder die zahlreich erschienenen Disteln zu köpfen.
    Hast du denn schon selbständig unterrichtet? Wo wohnst du denn? Und wie ist das Essen?
    Ich bin gespannt auf weitere Eindrücke
    Birgit und Rainer

  • #9

    michaelbauerde (Montag, 16 Juli 2012 21:46)

    Es scheint, dass es eine gute Entscheidung war, die Sommerferien nicht in Deutschland oder Mitteleuropa zu verbringen. Zu Thema Schule: Von Smartboards und ähnlichen Geräten bin ich momentan fast so weit weg wie der Mars von der Erde. Aber einen durchaus akzeptablen mobilen Internetzugang über UMTS-Modem habe ich kaufen können! Nach einer Woche Hospitationen starte ich gerade mit eigenen Beiträgen in einigen Stunden. Andere Projekte, z.B. eine Internetseite für die Kishumundu Secondary School, sind in Arbeit. Ich wohne in einer Wohnung auf dem Schulgelände direkt neben einer der guten Seelen der Schule, der Sekretärin und Organisatorin Salome Mungure. Abends kochen und essen wir immer gemeinsam, während tagsüber der Koch Joseph mit afrikanischen Essen für die notwendige leckere Energiezufuhr sorgt. Wenn ich von der Schule aus ca. 5-10 min die Straße bergauf gehe, habe ich einen schönen Blick auf die Spitze des Kilimandscharu (siehe Fotos), falls er sich gerade einmal nicht in den Wolken versteckt. Nachts oder morgens regnet es hier gelegentlich auch, aber meist ist es spätestens am Nachmittag sonnig und dann um die 25°C warm.

  • #10

    michaelbauerde (Dienstag, 17 Juli 2012 20:06)

    Ich bin sehr froh, dass ich die Malariaprophylaxe mit Malarone gut vertrage und bisher von Magen- und Darmblessuren verschont geblieben bin. Heute war ich in Moshi und der Kilimandscharu sah im Abendlicht sehr toll aus. Trotzdem plane ich keine Besteigung des Kilimandscharu, obwohl er wie heute immer wieder einmal sehr verlockernd aus den Wolken auftaucht und so nah wirkt. Der Aufstieg ist sehr anstrengend und erfolgt sehr schnell (ca. 1000 Höhenmeter pro Tag), so dass erhebliche Gefahr für Höhenkrankheit besteht.
    Was gibt es sonst Neues? Die Kishumundu Secondary School hat ab heute eine Internetseite! Zusammen mit einem Kollegen, Frank, dem neuen Webmaster der Schule, erstelle ich unter http://kishumundu.jimdo.com/ eine Homepage für die Schule. Außerdem wird an der Schule mit meiner Hilfe ein Schüler-Sanitätsdienst aufgebaut. Hierbei wird der an der KSF existierende Sanitätsdienst als Vorbild dienen. Ansonsten habe ich heute im praktischen Chemieunterricht einer Abschlußklasse bei der qualitativen Analyse hospitiert und kann den Kollegen für ihre Arbeit unter den teilweise schwierigen Bedingungen nur immer wieder meine allerhöchste Hochachtung aussprechen.

  • #11

    michaelbauerde (Mittwoch, 18 Juli 2012 18:17)

    Reichlich Beamer- und Interneteinsatz im Unterricht lies heute die Schüler staunen!
    Heute habe ich mit einem Kollegen der Kishumundu Secondary School spontan eine Doppelstunde zum Thema Internet mit einer Form II-Klasse gehabt. Die Schüler staunten nicht schlecht, als für alle sichtbar zum ersten Mal live an ihrer Schule im Unterricht mit dem Internet gearbeitet wurde. Die Rechner für die Schüler und Lehrer im Computerraum der Schule sind bisher nämlich alle ohne Internetzugang. Nur im Verwaltungsgebäude hat die Schule einen Rechner mit Internetzugang. Es wurde im Unterricht geklärt, was Internet eigentlich ist, wie man sich verbindet (z.B. mit dem Modem-Stick) und was man mit dem Internet machen kann. Bsp.: Emails schreiben, die neue Kishumundu Sec. School Homepage besuchen, mit Google nach Informationen suchen, mit Google Earth eine kleine virtuelle Reise machen oder Geographieunterricht machen, und vieles mehr. Leider setzte die Verbindung immer wieder aus. Allerdings war auch dies sicher lehrreich für die Schüler, denn so sind die hiesigen Bedingungen nun einmal. Dann habe ich mit einen anderen Kollegen Ko-teaching zum Thema Gemischtrennungen in der F1 betrieben. Auch dies war sicher anders für die Schüler als die bisherigen Unterrichtstunden, da die Methoden im Lehrer-Demoversuch am Bsp. von Alltagsproblemen mittels Haushaltsmitteln praktisch vorgeführt wurden. Auch an der Homepage haben wir heute wieder gearbeitet, so dass sie große Vorschritte macht.

  • #12

    michaelbauerde (Freitag, 20 Juli 2012 09:19)

    Die Kollegen zeigen großes Interesse daran zu erfahren, wie ich im Chemieunterricht arbeite. Deshalb habe ich gestern und heute viel zusammen mit den Chemiekollegen der Kishumundu Secondary School experimentiert. Wir haben Sauerstoff und Wasserstoff im Microscale-Gasentwickler hergestellt, ein Luftballon-Explosionseudiometer gebaut und darin Knallgas zur Explosion gebracht. Auch die Erniedrigung der Aktivierungenergie durch Katalysatoren mit Knallgas wurde exemplarisch demonstriert. Wir haben noch viele weitere Experimente besprochen und teilweise bereits durchgeführt, oder werden sie in den nächsten Tagen bei einem Praktikumsnachmittag zusammen machen.
    Ein Hintergrund ist, dass mir aufgefallen ist, dass im Unterricht doch sehr viel vom Lehrer gesprochen wird und relativ selten Experimente gemacht werden. Wenn Experimente gemacht werden, dann oft Lehrerexperimente. Ausnahmen sind in den höheren Jahrgängen die Stunden, in denen die Schüler auf die nationalen Prüfungen vorbereitet werden. Diese nationalen Prüfungen spielen eine sehr starke Rolle im Unterricht. Im Chemieunterricht der Form III und IV wird zur Zeit intensiv qualitative und quantitative Analyse (in Form von im Ablauf stark gesteuerten Titrationen und Nachweisreaktionen) betrieben, was mich stark an mein erstes Semester im Chemiestudium erinnert.
    Das bei uns sehr stark betonte Lernen von Prinzipien und die Kompetenz zur Anwendung des Erlernten bei neuartigen Fragestellungen/Problemen habe ich hier bisher kaum gesehen. Auch problemorientierte Unterrichtsstunden habe ich eigentlich fast überhaupt nicht gesehen. Vielleicht gelingt es mir die Experimentierfreude meiner hiesigen Kollegen etwas zu beleben, denn die Experimente sind doch das Salz in der Suppe beim Chemieunterricht!!

  • #13

    michaelbauerde (Samstag, 21 Juli 2012 07:28)

    Gestern war ich für kurze Zeit nicht der einzige MZUNGU an der Kishumundu Secondary School. Hr. Eckhard Schulz, ein pensionierter Lehrer für Chemie und Biologie, schaute vorbei. Er hat Ende der sechziger Jahre / Anfang der siebziger Jahre einige Jahre in Sansibar und in der Secondary School von Old Moshi unterrichtet. Im Gegensatz zu mir spricht er Kisuaheli und konnte daher gut mit den Schülern in Kontakt kommen. Für die Kollegen hier war es ein wenig komisch, mich plötzlich in einer für sie nicht verständlichen Sprache sprechen zu hören, denn bisher hörten sie ja immer nur englische Töne aus meinem Mund kommen.

  • #14

    michaelbauerde (Sonntag, 22 Juli 2012 08:08)

    Am Samstag habe ich mit Salome Mungure einen Ausflug in eine andere Gegend im Umland von Moshi gemacht. Dort befindet sich eine große Kaffeeplantage und es bietet sich ein toller Blick auf den Kilimandscharu. Wir haben auch zwei staatliche Secondary Schools besichtigt, in denen allerdings am Samstag keine Schüler waren, da sie nur Day-Students haben. Was für ein Unterschied zur Kishumundu Sec. School! An beiden Schulen hatten die Klassenräume keine elektrische Beleuchtung, keine Steckdosen, keinen Wasseranschluß in vernünftiger Nähe und Science-Räume mit Gasversorgung habe ich auch nicht gefunden. Wahrscheinlich standen deshalb auch die Türen zu einigen Klassenzimmern am Wochenende offen, denn etwas zum klauen gab es dort nicht wirklich. Das Mobiliar des Lehrerzimmers bestand aus Schülermöbeln. Strom gab es nur im Verwaltungsgebäude. Ansonsten herrschte überall viel Leere und sogar an einer Schule viele ungenutzte Klassenzimmer, obwohl gleichzeitig weitere Klassenzimmer gebaut werden! Eine gut gefüllte Bibliothek, einen Computerraum, eine Mensa, einen Kiosk, naturwissenschaftliche Fachräume und ein vernünftiges Lehrerzimmer wie an der Kishumundu Secondary School - ich habe sie nicht gefunden! Die Schülerzahlen der einen Schule waren vergleichbar mit denen der Schule in Kishumundu. Die Besichtigung war sehr hilfreich um mir den qualitativen Stand der Kishumundu Secondary School zu verdeutlichen.

  • #15

    michaelbauerde (Montag, 23 Juli 2012 16:08)

    Für meinen Aufenthalt an der Kishumundu Secondary School ist bereits die Halbzeit erreicht. Ab heute schwitzen die Form II und IV Schüler eine Woche über den Distriktprüfungen. Für die Form I und III findet normaler Unterricht statt.
    Heute gab es von mir mit Internet, PC und Beamer Unterstützung im Geographieunterricht der Form I Schüler. Zum Thema Flüsse haben wir mit Google Earth typische Merkmale von Flüssen, z.B. Quellgebiete im Gebirge, Mündung in größere Flüsse, mäandrieren und Anhäufung von Sediment im Kurveninneren, Altarme, Wasserfälle und Mündungsdelta betrachtet. Auch berühmte Wasserfälle (Victoria-Falls, Niagara-Falls), der Grand Canyon und Besonderheiten wie der Okawango, dessen Wasser niemals das Meer erreicht, da sein Delta in der Wüste inmitten von Afrika liegt, wurden mittels Google Earth betrachtet.

  • #16

    michaelbauerde (Montag, 23 Juli 2012 16:24)

    Und jetzt noch ein paar interessante Informationen über den Schulalltag für meine lieben Schüler:
    Der Unterricht startet wie bei uns um 8 Uhr. Die Unterrichtsstunden dauern jeweils 40 min. Am Vormittag gibt es insgesamt 7 Stunden: zwei Stunden, 5 min Pause, 2 weitere Stunden, 15 min Pause (10.45 bis 11 Uhr), dann drei weitere Stunden bis 13 Uhr. Nach einer Stunde Pause für das Mittagsessen gibt es dann die 8. und 9. Stunde Unterricht. Im Anschluss an den Unterricht müssen die Schüler noch das Schulgelände und die Klassenzimmer reinigen. Die Schüler haben in der Regel täglich 9 Unterrichtsstunden.

  • #17

    michaelbauerde (Dienstag, 24 Juli 2012 17:58)

    Heute ging es richtig zur Sache, denn das Dach des Erweiterungsbaus wurde betoniert. Knapp zwanzig Bauarbeiter waren zugange, um in mühsamer Handarbeit mit einem Betonmischer aus Zement, Sand, Kies und Wasser den Beton herzustellen, an die vorgesehene Stelle zu bringen und dort fachgerecht zu verteilen. Die Betonierungsarbeiten fanden den ganzen Tag über großes Interesse seitens der Schulgemeinde (Bilder siehe Bildergalerie unter dem Blog). Meine Chemiekollegen hatten mit mir derweil am Nachmittag ein praktische Fortbildung zum Thema Microscale-Experimentiertechniken.

  • #18

    michaelbauerde (Mittwoch, 25 Juli 2012 16:01)

    Erfolgserlebnisse
    1.) Auch im Chemie-Curriculum in Tansania erlernen die Chemieanfänger zuerst die Eigenschaften von Materie, die Aggregatzustände und lernen dann verschiedene Gemischarten und Trennmethoden. Dann folgt die Luft und ihre Zusammensetzung, sowie Verbrennungsreaktion, Bedingungen für einen Brand und Feuerlöschmethoden. Heute haben wir ein Experiment zum Sauerstoffanteil der Luft mit Eisenwolle ausgewertet. Da bisher die Schüler meist sehr schleppend oder gar nicht auf meine Fragen beim Co-teaching antworteten, haben wir heute einen Versuch gestartet. Vielleicht waren die Antworten so verhalten, da die Schüler sich nicht richtig in Englisch ausdrücken konnten. Sie durften daher heute in der problemorientierten Unterrichtsstunde zur Auswertung des Experimentes in Kisuahili antworten und mein Co-Lehrer Mr. Nzao übersetzte für mich ins Englische. Und siehe da, es kam eine richtig lebhaftes Unterrichtsgespräch mit Hypothesen, guten Ideen und Antworten auf. Insgesamt entstand dadurch eine sehr interessante und lehrreiche Stunde für alle Beteiligten.
    2.) Gestern überwand ein Schüler seine Hemmungen und sprach mich auf ein im Unterricht durchgeführtes Experiment und die verwendeten Materialien an. Es ging um Papierchromatographie und die dabei verwendete Papiersorte: Ob denn ein spezielles Papier erforderlich sei? Ich antwortete, dass es ein saugfähiges Papier sein sollte, also normales Schreibpapier nicht so gut funktioniert. Wir sprachen weiter und es stellte sich heraus, dass er gerne selbst eine Papierchromatographie durchführen wollte. Er wollte es sogar mit der alternativen Kreidemethode und nicht mit der im Unterricht vorgestellten Wasserglasmethode machen. Ich habe ihn mit den nötigen Materialien ausgestattet, was ihn sehr freute und nur etwas später am Nachmittag zeigte er mir bereits sehr schöne, runde Chromatogramme. Es war übrigens einer der Schüler, die in der nächsten Stunde zum Luftversuch einen sehr guten Beitrag leisteten.
    3.) Die Chemie-Kollegen fragten, ob wir einen weiteren experimentellen Workshop durchführen können.

  • #19

    michaelbauerde (Donnerstag, 26 Juli 2012 21:35)

    Exakt vor zwei Jahren habe ich erstmals auf diesen Internetseiten Informationen über mich, meine Erfahrungen und Erlebnisse veröffentlicht. Dies möchte ich auch heute tun. Zusammen mit dem IT-Lehrer der Schule habe ich heute den Schülern der beiden Form I Klassen die Einsatzmöglichkeiten des Internets bei der Informationsbeschaffung und Kommunikation aufgezeigt, z.B. die Benutzung von Browsern, Suchmaschinen und Informationen zum Wetter, hier und z.B. in Deutschland. Dann haben wir jeweils exemplarisch einen Schüler bei der Einrichtung eines Emailkontos bei Yahoo assistiert (siehe Foto in der Bildergalerie). Die Mitschüler konnten dies über den Beamer verfolgen. Am Ende wurde dann eine Email mit Bildanhang an mich versandt. Im Chemieunterricht haben wir mit einer weiteren Klasse das Experiment zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts der Luft analysiert.

  • #20

    michaelbauerde (Samstag, 28 Juli 2012 16:45)

    Am Samstag haben die Schüler überall auf dem Gelände fleißig aufgeräumt, gegärtnert und notwendige Erdarbeiten zur Erhaltung der Gebäude und Vorbereitung des zweiten Anbaus zum Mädchendormatory erledigt. Ich war bei einem Kollegen zum Besuch seiner Familie nach Hause eingeladen. Die Fahrt dorthin erfolgte zu meiner großen Freude auf seinem Motorrad. Aufgrund der Trockenzeit sind die Straßen jetzt sehr staubig (siehe Bildergalerie), so dass man bei Gegenverkehr das Gefühl hat in einen Sandsturm geraten zu sein. Ich verbrachte einen schönen Nachmittag auf gänzlich untouristische Weise im Kreise einer afrikanischen Familie! Wie so oft in Tansania handelte es sich nicht nur um eine klassische Familie aus Eltern und ihren leiblichen Kindern, sondern um eine erweiterte Familie, in die zeitweise auch Kinder von Verwandten oder Freunden integriert werden, um ihnen z.B. einen qualitativ besseren Schulbesuch zu ermöglichen.

  • #21

    michaelbauerde (Dienstag, 31 Juli 2012)

    Nach zwei ruhigeren Tagen ist heute wieder einiges Berichtenswertes geschehen. Es ist schön zu sehen, dass mein Aufenthalt hier in Kishumundu etwas bewirkt. Ich bin zufällig in den Chemieunterricht eines Kollegen gekommen, als er gerade die im Workshop erlernte Microscaletechnik zur Chlorherstellung eingesetzt hat. Außerdem habe ich heute fast alle Kollegen und das Verwaltungsteam für schöne Gruppenfotos für die Internetseite der Schule zusammenbringen können. Am Nachmittag wurde dann in meiner Gegenwart in Moshi mit einer Firma ein Vertrag für eine leistungsfähige Internetversorgung der Schule geschlossen. Höchstwahrscheinlich werde ich noch die notwendigen Baumaßnahmen sehen und vielleicht sogar die Inbetriebnahme der Anlage erleben. Und zu guter letzt habe ich heute direkt vor meinen Füssen ein frei lebendes Chamäleon auf dem Schulgelände beobachten können.

  • #22

    michaelbauerde (Donnerstag, 02 August 2012 11:26)

    Heute nacht und am Morgen hat es seit sehr langer Zeit einmal wieder richtig geregnet. Der Juli und August sind in Tansania eine wirklich gute Zeit für Europäer, denn jetzt ist Wintertrockenzeit. Es ist nicht zu heiß (meist 22-25°C, manchmal bis zu 30°C) und es regnet sehr selten. Wenn es einmal regnet, dann ist spätestens nach einem halben Tag schon wieder die Sonne und blauer Himmel zu sehen, wie z.B. heute. Unten in Moshi ist es meist deutlich wärmer als im Bergdorf Kishumundu, das sich auf ca. 1100 m befindet.
    Zu Kishumundu ist weiterhin erwähnenswert, dass es hier wunderbar ruhig ist. Ich habe in vier Wochen kein einziges Fluigzeug wahrgenommen. Die Geräusche sind fast ausschließlich natürlicher Art, wie Grillenzirpen, krähende Hähne, Vögelgezwitscher ... Ansonsten hört man die Schüler und ab und an ein Motorrad, Handwerker oder Dalla-Dalla.

  • #23

    michaelbauerde (Sonntag, 05 August 2012 20:46)

    Die letzten drei Tage war ich auf Safari in drei der schönen Nationalparks Tansanias: Tarangire-Park, Ngorongoro-Krater und Manyara-Nationalpark. Für den Tarangire Nationalpark war es die perfekte Zeit (Trockenzeit, Tiermigration zu den Wasserstellen) und der perfekte Tag. Morgens noch stark bewölkt, wurde der Tag immer sonniger. Daher war es gut, dass wir früh losgefahren waren. Wir hatten zwar etwas Rushhour in Arusha, aber kamen ansonsten gut durch und waren gegen 10 Uhr im Park. Es gab extrem viele Tiere zu sehen und sie waren alle überhaupt nicht scheu. Vor allem Giraffen, Zebras und Elefanten gab es wie Sand am Meer. Gnus und Antilopen natürlich auch. Außerdem sahen wir einen Geparden und Löwen und diebische Affen am Picknickpunkt. Die Landschaft im Park ist sehr abwechselungsreich, oft hügelig und weitgehend grün mit vielen Baobab- und anderen Bäumen, Buschland und Grasland.

    Am Samstag waren wir in der Oldepai-Schlucht und im Ngorongoro-Krater. Bei der Auffahrt auf den Kraterrand deutlich über 2200 m sind wir in die Wolken geraten. Bei der Abfahrt auf der anderen Seite erwartete uns schönstes Sonnenwetter. Die Straßen waren in einem sehr schlechten Zustand. Auf dem Weg zur Schlucht eine einzige violett blühende Pflanzen im braunen Grasland (siehe Fotos)! Oberhalb der Schlucht habe ich das Museum für die Schlucht und die Laetoli-Spuren besucht. In der Schlucht habe ich Leakey´s Fundort von 1959 für Australopithecus Boisei angesehen und auch eine aktuelle Ausgrabung besichtigt. Ich konnte ein paar Beispiele für die Gesteinsschichten mit unterschiedlichen Alter (Deckgestein, Tuff …. und ganz unten Lava) mitnehmen. Dann sind wir in den Ngorongoro-Krater gefahren, der stellenweise sehr trocken und insgesamt hauptsächlich flaches Grasland bietet. U.a. habe ich dort Löwen, Affen, Zebras, Antilopen, Hyjänen, Flußpferde und Rhinos gesehen. Es gab im Krater sehr wenige Elefanten und keine Giraffen! Am Sonntag sind wir in den Manyara-Park gefahren. Am Eingang und im Ort gibt es viele Bäume mit Störchen und einigen Pelikanen. Vor lauter Vogelkot sind die ganzen Bäume und der Boden darunter vollständig weiß. Im Park haben wir nicht ganz so viele Tiere zu Gesicht bekommen, aber Affen, Giraffen, Zebras, Hippos, Elefanten und sehr viele Vögel, u.a. Fischadler. Es gab Giraffen am Strand, einen „Vogelwirbelsturm“ von ca. 300-400 Vögeln im Aufwind drehend und „eingefrorenen Wellengang“ am Seeufer durch die Salzablagerungen beim Eintrocknen während der Trockenzeit. Auf dem Rückweg habe ich neben der Straße mehrere kleine Sandwirbelstürme beobachtet. Insgesamt betrachtet habe ich extrem viele Tiere zu Gesicht bekommen, viele davon in außergewöhnlichen Situationen. Ben (Bernard L. Minja) von African Scenic Safaris in Moshi fuhr sehr geschickt die richtigen Punkte zur richtigen Zeit für die Tierbeobachtungen an. So konnte ich Flußpferde außerhalb des Wassers sehen, Rhinos und Hyänen beim Fressen beobachten, Zebras beim Trinken an einer Wasserstelle und einmal einen Löwen und Impalas aus ca. 3m und mehrfach Elefanten aus ca. 10 m Entfernung beobachten.

  • #24

    michaelbauerde (Dienstag, 07 August 2012 11:59)

    Gestern habe ich das Brothers Vocational Center (VOC), ein Ausbildungszentrum für Jugendliche in Moshi besucht. Dort habe ich Brother Stanislaus Shija getroffen, der mir die Aktivitäten erklärt und gezeigt hat. Wir haben die Werkstätten besucht, in denen die Möbel bzw. Kleidungsstücke hergestellt werden. Einige der Räume für die Ausbildung wurde mit Unterstützung von Helfen macht Schule gebaut. Die Jugendlichen haben mich sehr freundlich empfangen. Die Schule bildet insgesamt ca. 30 Mädchen und Jungen zu Schneiderinnen bzw. Schreinern aus. Die Jugendlichen haben teilweise nur den Abschluß der Primary School, einige aber auch den einer Secondary School. Die Nachfrage nach Ausbildungsangeboten in Moshi ist groß. Die Brüder möchten daher gerne ihr Ausbildungsprogramm um weitere Berufe erweitern.
    Heute wird kein einfacher Tag, denn es ist Zeit meine Sachen zu packen und Abschied zu nehmen. Mein kleines "Abenteuer" Schule in Tansania zu erleben findet heute nacht am Kilimanjaru Airport zwischen Moshi und Arusha ein vorläufiges Ende. Ähnlich vollbepackt wie bei der Anreise, diesmal allerdings weniger mit Geschenken und Unterrichtsmaterialien, sondern vielmehr mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen, trete ich die Rückreise an.

  • #25

    michaelbauerde (Mittwoch, 08 August 2012 21:27)

    Am Nachmittag des gestrigen Tages gab es eine mich sehr bewegende Verabschiedung durch die Schulgemeinde der Kishumundu Secondary School. Danach habe ich den Schülern in der Versammlungshalle mit dem der Schule übereigneten Beamer einen Teil der von mir gemachten Bilder gezeigt. Es wurde viel miteinander gelacht! In der Nacth wurde ich dann von James Kiwara und Salome Mungure zum Kilimanjaru International Airport gebracht und trat die lange Heimreise an. Nun bin ich zu Hause und geniese die mir wieder verstärkt bewußt gewordenen Annehmlichkeiten unseres deutschen Lebensstandards: sichere Energie- und Wasserversorgug, warmes Wasser sofort bei Nachfrage, schnelle Internetverbindung, ein eigenes fahrbereites Auto vor der Tür statt dem eingeschränkten "Komfort" eines Dalla-Dallas und vor allem die vielen dienstbereiten Helfer im Haushalt, wie Waschmaschine, Spülmaschine, Kaffeemaschine, Mikrowelle ... UNS GEHT ES WIRKLICH SEHR GUT!

  • #26

    michaelbauerde (Donnerstag, 09 August 2012 20:02)

    Nachträgliche Korrektur zu Eintrag 24: Ich hatte dann bei meiner Rückreise schließlich doch ähnlich schwer zu tragen, denn James Kiwara und Salome haben mir eine Menge Geschenke für die deutschen Freunde der Schule mitgegeben.
    Da ich nun wieder einen schnellen DSL-Internetzugang zur Verfügung habe, gibt es seit heute auch ein paar filmische und akustische Impressionen aus der Schule (siehe unter der Bildergalerie).

Ende des Blogs. Es heißt: "Bilder sagen mehr als tausend Worte". Deshalb folgen hier jetzt noch ein paar Bilder und Filme. Wer noch etwas mehr über Lehrerfahrungen in Tansania lesen möchte, dem empfehle ich diesen Artikel im Spiegel.

Fahren sie mit der Maus über ein Bild für eine Erläuterung. Klicken auf ein Bild führt zur vergrößerten Darstellung. Ein paar filmische Eindrücke aus der Schule, u.a. mit Gesängen, gibt es auf der Bilder und Filme-Sonderseite.

 

LINKTIPP: Livebilder der einzigen tansanischen Kilimandscharo-Webcam. Die Ostseite des Kilimandscharo zeigt diese kenianische Webcam.

 

Weitere Bilder gibt es auf der Bilder und Filme Sonderseite.